Sektion des Monats

Kunstmuseum St. Gallen

Das Kunstmuseum St.Gallen geniesst mit seinen attraktiven Wechselausstellungen zeitgenössischer und moderner Kunst internationale Ausstrahlung. Als Schatzkammer der Ostschweiz beherbergt das Museum eine reiche Sammlung von Gemälden und Skulpturen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart, die in einer Dauerausstellung gezeigt wird.
www.kunstmuseumsg.ch

Geta Brătescu – L'art c'est un jeu sérieux

Geta Brătescu, Installationsansicht Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Geta Brătescu gilt heute als eine der wichtigsten Avantgardistinnen Osteuropas. In das Bewusstsein der westlichen Kunstwelt wurde sie jedoch erst 2017 durch die Biennale in Venedig gerückt. Das Kunstmuseum St.Gallen hat das Privileg, erstmals in der Schweiz eine umfassende Würdigung der Künstlerin zu zeigen. L’art c’est un jeu sérieux – der Titel der Ausstellung folgt einem Zitat Brătescus.

Die Ausstellung umfasst repräsentative Werkserien und gibt Einblick in über vier Jahrzehnte kreativen Schaffens. Im Zentrum stehen Collagen, Zeichnungen und Videos, deren Ausdrucksweise parallel zu den internationalen Avantgarden verläuft. Basierend auf dem Prinzip der Serie, dem des Aneinanderreihens und des Überlagerns formuliert Geta Brătescu in diesen Medien ihren einzigartigen Zugang zu zentralen Fragen der Abstraktion, dem politischen Potenzial des Bildes und der subjektiven Erfahrung von Erinnerung und Geschichte. Nicht zuletzt ist es die titelgebende differenziert-spielerische Farb- und Formensprache der Künstlerin, welche der Ausstellung ihre zeitlose Frische verleiht und so die Aktualität ihres Werks unterstreicht.

Weitere aktuelle Ausstellungen im Kunstmuseum St.Gallen

Iman Issa – Surrogates

21. Dezember 2019 – 9. August 2020, Kunstmuseum

Iman Issa, Installationsansicht Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Die skulpturalen und installativen Arbeiten der ägyptischen Künstlerin Iman Issa (*1979 Kairo) verweisen auf historisches sowie aktuelles Kulturerbe, beispielsweise auf Monumente und Denkmäler und deren gesellschaftliche wie politische Prägung. Ausgehend von existierenden Memorialen, Artefakten oder Instrumenten erarbeitet die Künstlerin formal abstrahierte Plastiken, die, teils mit Textverweisen versehen, bewusst eine Verbindung zu historischen Kunstwerken, Kulturgütern und Ereignissen herstellen. Dies tun sie, ohne deren soziale und geografische Herkunft oder kulturellen Kontext preiszugeben – ohne Zitate und Quellen offenzulegen.

Siobhán Hapaska

8. Februar – 1. November 2020, Kunstzone Lokremise

Siobhán Hapaska, Installationsansicht, Lokremise St.Gallen, Foto: Stefan Rohner

In Siobhán Hapaskas (*1963 Belfast) Plastiken finden sich politische, soziale und weltanschauliche Aspekte, es widerspiegeln sich aber auch Versatzstücke aus Technologie und Natur. Die Arbeiten der aktuellen Werkgruppe mit Titeln wie Touch und Lovesind aus einem neu entwickelten Betongewebe gestaltet, das normalerweise für Notunterkünfte eingesetzt wird. Die Künstlerin nutzt dessen Beschaffenheit, um eindringliche Plastiken zu schaffen, die auf den menschlichen Körper referieren.

Metamorphosis Overdrive

7. März – 20. September 2020, Kunstmuseum

Metamorphosis Overdrive, Installationsansicht Kunstmuseum St.Gallen, Foto: Sebastian Stadler

Transformationen von Maschinen und Werkzeugen spielen in unserer Vorstellungswelt eine zentrale Rolle. Die Ausstellung Metamorphosis Overdrive untersucht die Veränderungen und Verwandlungen von alltäglichen Dingen und technischen Formen und deren Bedeutung in der Gegenwart. Die acht künstlerischen Positionen befragen Objekte auf ihren eigentlichen Darstellungswert und analysieren die neuen Grenzen der Skulptur aus der Perspektive der Technik und der Wahrnehmung. 
Die Teilnehmenden KünstlerInnen sind Camille Blatrix (*1984 Frankreich), Timothée Calame (*1991 in Genf), Rä di Martino (*1975 in Rom), Simon Dybbroe Møller (*1976 in Aarhus), Yngve Holen (*1982 in Braunschweig), Diego Perrone (*1970 in Asti), Ilona Ruegg (*1949 Rapperswil) und Guan Xiao (*1983 in Chongqing Province).

Kunstverein St. Gallen

Der 1827 gegründete Kunstverein St.Gallen ist einer der ältesten Kulturvereine der Stadt und mit seinen rund 2000 Mitgliedern auch der mit Abstand grösste. Seit dem 19. Jahrhundert ist er der treibende Motor für die Entwicklung der bildenden Kunst in St.Gallen und unterstützt im Kunstmuseum St.Gallen Ausstellungen von höchstem Rang. Der Kunstverein ermöglicht Besucherinnen und Besuchern aus Stadt und Kanton St.Gallen sowie aus dem In- und Ausland die Begegnung mit bedeutenden Kunstwerken aus Vergangenheit und Gegenwart. Ferner unterstützt und fördert er massgeblich das Kunstschaffen der Region. Mit seinen Wechselausstellungen zeitgenössischer und historischer Kunst geniesst das Kunstmuseum St.Gallen dank Förderung des Kunstvereins internationale Ausstrahlung.
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