Kunstmuseum Luzern

Das Kunstmuseum Luzern positioniert sich in der Schweizer Museumslandschaft mit ambitionierten Wechselausstellungen, die Fragen der Gegenwart aufgreifen, bekannte Künstler:innen in neuem Licht zeigen und zeitgenössische Positionen reflektieren. Die Sammlungspräsentation widmet sich jährlich einem anderen Thema, mit einem Schwerpunkt auf Kunst der 1970er-Jahre sowie Schweizer Kunst. Vernetzt mit Institutionen, interessiert an gesellschaftlichen Anliegen und offen für ein breites Publikum trägt das Kunstmuseum Luzern zur Ausstrahlung der gesamten Zentralschweiz bei.

www.kunstmuseumluzern.ch

Aktuelle Ausstellungen

Shirana Shahbazi

All at Once. An Interplay with Li Tavor

04.07.–18.10.2026
Vernissage Freitag, 03.07., ab 18 Uhr

Shirana Shahbazi (*1974) verfügt über eine differenzierte Perspektive auf unsere Gesellschaft und ihre Herausforderungen. Ihr vielschichtiges Werk etabliert Fragment und Überlagerung als Strategie, um einer komplexen Gegenwart gerecht zu werden. Gestützt auf ihre Erfahrung mehrfacher Zugehörigkeit untersucht sie die Konstruktion von Wirklichkeit. Wie lässt sich die erlebte Gleichzeitigkeit von unterschiedlichen Realitäten in Bildern darstellen? Wie können räumliche und emotionale Distanzen erfasst werden? Stets von der Fotografie ausgehend, doch unter Einbezug unterschiedlichster Techniken und Materialien, entzieht sich Shahbazis Werk einer eindeutigen Kategorisierung, es transportiert Vielstimmigkeit als politische Haltung.

Shahbazi, die mit Oberflächen, Formaten, Farbe, Raum und Licht experimentiert, hat viele ihrer Werke noch nie gezeigt. Im Dialog mit Li Tavor (*1983), um weitere Werke ergänzt, schafft die Künstlerin raumgreifende Installationen. 2019 wurde Shahbazi durchs Bundesamt für Kultur der wichtigste Kunstpreis der Schweiz verliehen, der Prix Meret Oppenheim.

kuratiert von Fanni Fetzer

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spot on Andreas Brunner

in Kooperation mit Kommission Bildende Kunst Stadt Luzern

04.07.–11.10.2026
Vernissage Freitag, 03.07., ab 18 Uhr

Andreas Brunner (*1988) lässt Raketen-Glacé in der Faust schmelzen, farbigen Rauch aus Mikrofonen aufsteigen, oder Zigaretten der Marke «Peace» abbrennen. Seine kurzen Videos sind weniger politische Statements als poetische Verdichtungen sowie Auseinandersetzungen mit Prozessen und Rhythmen. So baut sich die Zigarette im Loop ständig auf und ab und verweist damit auch auf den Atemzyklus.

Der Luzerner Künstler verbindet Beobachtungen und Recherchen assoziativ zu Videos, Installationen, Objekten und Performances. Referenzen aus der Popkultur fliessen dabei ebenso ein wie architektonische Details oder die Kunstgeschichte. Bei seiner künstlerischen Forschung legt er ein Flusssystem offen, geht der Unterwelt- und Fruchtbarkeitsgöttin Persephone nach oder schält die Schlangen der Laokoon-Skulpturengruppe.

Die Kommission Bildende Kunst Stadt Luzern hat Andreas Brunner mit dem Publikationspreis spot on 2025 ausgezeichnet. Zur Eröffnung erscheint die 22. Ausgabe dieser Reihe.

kuratiert von Eveline Suter

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1 Raum, 1 Werk

Installationen aus der Sammlung

bis 15.11.2026

Die diesjährige Sammlungsausstellung widmet sich den grossen künstlerischen Gesten: Ein Werk bespielt einen Raum. Es handelt sich hierbei nicht um kleinformatige Arbeiten, sondern um raumfüllende Installationen. Die Installationskunst wächst über den bildnerischen oder skulpturalen Charakter eines Werkes hinaus und bezieht meist den ganzen Raum mit ein. Dabei entsteht ein eigenes künstlerisches Universum. Oftmals ist das Publikum aktiv in die Betrachtung und in das Erleben der Arbeit miteinbezogen. Der Hauptfokus liegt auf der Gegenwartskunst, wobei Erwerbungen seit den 1990er-Jahren bis heute zu sehen sind.

Ein Highlight der Ausstellung stellt die immersive Raumarbeit Wantee (2013) von Laure Prouvost dar, in der die Künstlerin Fiktion, Kunstgeschichte und persönliche Geschichte miteinander verwebt.

Die Ausstellung ist in drei Phasen unterteilt, um besonders viele Installationen zeigen zu können. Neue Installationen sind wieder ab dem 08.09.2026 zu sehen.

kuratiert von Alexandra Blättler

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Vorschau

Dominik Zietlow

Nur die Berge begegnen sich nie

Manor Kunstpreis Zentralschweiz Luzern
24.10.2026–31.01.2027
Vernissage Freitag, 23.10., ab 18 Uhr

Zuhören, wahrnehmen – aufmerksam, zugewandt, ohne Ausrufezeichen – ist ein zentrales Motiv in den Arbeiten von Dominik Zietlow (*1988). In seinen Filmen untersucht er die Wechselwirkung zwischen visuellen und akustischen Phänomenen. Wie sieht Klang aus? Was geschieht, wenn der Ton ausbleibt? Welche Geschichten entstehen, wenn nur ein Fragment zu Ohren kommt? Die Umwelt wird unter anderem über den Hörsinn wahrgenommen: Zuhören bedeutet Austausch und bildet eine Schnittstelle zwischen Gruppe und Individuum.

Der Künstler nutzt performative und dokumentarische Ansätze, um die Grenze zwischen realer und fiktionaler Welt zu befragen und zu verschieben. Menschen sprechen im öffentlichen Raum mit einem unsichtbaren Gegenüber und nach und nach verweben sich ihre Unterhaltungen zum Porträt eines Ortes. Für den Manor Kunstpreis setzt sich Dominik Zietlow mit seiner Heimatstadt Luzern auseinander. Die Fasnacht bildet dabei den Rahmen, um in bewegten Bildern über Hören, Nichthören, Ausgrenzung und das Individuum in der Masse nachzudenken.

kuratiert von Eveline Suter

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Führungen und Veranstaltungen

Aktuelle Führungen und Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website:
www.kunstmuseumluzern.ch/besuch/agenda/