Sektion des Monats

Kunsthaus Zürich

Das Kunsthaus Zürich bietet attraktive Ausstellungen von internationalem Format und eine beeindruckende Kunstsammlung – vom Mittelalter bis in die Gegenwart, von Monet, Munch und Giacometti bis hin zu Fischli/Weiss und Pipilotti Rist. Mit der Eröffnung des Erweiterungsbaus von David Chipperfield im Herbst 2021 wird das Kunsthaus Zürich zum grössten Kunstmuseum der Schweiz.
www.kunsthaus.ch

Im Herzen wild. Die Romantik in der Schweiz

13. November 2020 – 14. Februar 2021

Alexandre Calame, Le Grand Eiger au soleil levant (Le matin, vue du Grand Eiger), 1844
Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Gottfried Keller-Stiftung

Von November bis Februar 2021 steht das Kunsthaus ganz im Zeichen der Romantik. Mit über 150 Werken spannt die Ausstellung einen Bogen von Johann Heinrich Füssli über Alexandre Calame bis zum frühen Arnold Böcklin. Sie führt den eminenten Beitrag der Schweizer Künstler zur Entwicklung der europäischen Landschaftsmalerei vor Augen, folgt ihnen an die Akademien im Ausland und zeigt die enge Vernetzung auf, die zwischen den Malern bestand. Unter Einbindung namhafter Romantiker auch aus den Nachbarländern wie Caspar David Friedrich, Eugène Delacroix und William Turner würdigt dieser Überblick den Schweizer Beitrag zur Romantik in internationaler Perspektive.

Ford Madox Brown, Manfred auf der Jungfrau, 1841/1861
Manchester Art Gallery, Manchester, Gift of Mr Frederick William Jackson

Realisieren liess sich eine Ausstellung dieser Dimension durch kostbare Leihgaben aus Schweizer Sammlungen sowie durch die Integration hochkarätiger Werke aus Deutschland, Österreich, Grossbritannien und Frankreich. Die Liste der Künstlerinnen und Künstler reicht von vorromantischen Malern vom Range eines Caspar Wolf und Johann Heinrich Wüest über bekannte Namen aus der Zeit der Romantik, darunter die Schweizer Alexandre Calame, Charles Gleyre und Léopold Robert, bis hin zu internationalen Grössen wie etwa Eugène Delacroix, Caspar David Friedrich und William Turner. Dass die romantischen Ideen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts in der Gegenwart nachhallen, zeigen die Videoarbeiten «Everything is going to be alright» von Guido van der Werve, «Projection (matin)» von Remy Zaugg sowie «Travel» von David Claerbout.

Die Ausstellung wird von einer Veranstaltungsreihe begleitet. Details ab Ausstellungsbeginn auf www.kunsthaus.ch

Ottilie W. Roederstein

18. Dezember 2020 – 5. April 2021

Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit Pinseln, 1917
Kunsthaus Zürich, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, 1917

Ottilie W. Roederstein (1859–1937) war zu ihren Lebzeiten eine erfolgreiche und unabhängige Malerin, die nicht nur in der Schweiz und in Deutschland grosse Anerkennung für ihre Porträts und Stillleben fand, sondern seit 1883 ihre Gemälde mit Erfolg auch in Paris ausstellte. 1912 vertrat sie die Schweiz als einzige Künstlerin bei der epochalen internationalen Kunstausstellung des Sonderbundes in Köln – neben männlichen Kollegen wie Ferdinand Hodler, Giovanni Giacometti und Cuno Amiet.

Trotz ihrer einst internationalen Wertschätzung ist Roederstein fast unmittelbar nach ihrem Tod in Vergessenheit geraten. Nach über 80 Jahren ist die Ausstellung im Kunsthaus Zürich mit rund 70 Werken die erste monografische Werkschau in der Schweiz, die das stilistisch vielfältige Œuvre der Künstlerin wieder einem breiten Publikum zugänglich macht.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Städel Museum in Frankfurt am Main.

Zürcher Kunstgesellschaft

Am Ursprung des Kunsthaus Zürich steht ein kleiner, geselliger Kreis von Künstlern und Liebhabern, die sich seit 1787 regelmässig zu freundschaftlicher Diskussion und wechselseitiger Förderung trafen – die Zürcher Kunstgesellschaft. So ist im Verlauf von über zwei Jahrhunderten der älteste noch aktive Kunstverein erwachsen, der heute über 20'000 Mitglieder zählt.
Zürcher Kunstgesellschaft