Sektion des Monats

Kunsthalle Basel

Die Kunsthalle Basel ist ein Ort, an dem zeitgenössische Kunst ausgestellt, diskutiert und reflektiert wird und dies schon seit ihrer Gründung durch den Basler Kunstverein 1872. Als eine der ersten und aktivsten Institutionen in der Region, die internationale und Schweizer Kunst der Gegenwart zeigt, ist die Kunsthalle Basel insbesondere für ihr tiefgreifendes Engagement für aufstrebende Künstlerinnen und Künstler bekannt.

Seit sechs Jahren wird die Kunsthalle Basel von Elena Filipovic geführt, mit einem Ausstellungsprogramm, welches stets zu überraschen weiss und jungen Künstler*innen die Chance gibt, unerschrockene Projekte zu realisieren. So konnten Anne Imhof, Geumhyung Jeong, Deana Lawson, Wong Ping, Michael E. Smith, Kaari Upson, Raphaela Vogel, Anicka Yi, Lynette Yiadom-Boakye und andere erstmals und in umfassender Art und Weise einem Schweizer Publikum vorgestellt werden, während Gruppenausstellungen wie Ungestalt oder New Swiss Performance Now dringlichen Themen der zeitgenössischen Kunstproduktion gewidmet waren.

Auch im Jahr 2021 präsentiert die Kunsthalle Basel Schweizer und internationale Positionen, die in unterschiedlichen Disziplinen das zeitgenössische Kunstgeschehen aktuell prägen und auch in Zukunft prägen werden.

www.kunsthallebasel.ch

Frühling 2021

Lydia Ourahmane

Barzakh

Lydia Ouramahne, __ kg Fertile soil smuggled from Medea, Algeria., 2015–16

Lösegeld, illegaler Grenzübertritt, Austausch von Staatsangehörigkeiten: Transaktionen unterschiedlicher Art sind häufig der konzeptionelle Ausgangspunkt für die Kunst von Lydia Ourahmane (* 1992). In ihrer ersten Ausstellung in der Schweiz erweitert die in Algerien geborene Künstlerin ihre wiederkehrende Untersuchung, wie sich Geschichten von Vertreibung und kolonialer Unterdrückung in Körper einschreiben.

Joachim Bandau

Die Nichtschönen, Werke 1967–1974

Joachim Bandau, Silbernes Monstrum, 1970/1971

Zugleich technoid und körperlich, minimalistisch und monströs, häufig versehen mit Röhren und Schläuchen, die seltsam organischen Öffnungen und Tentakeln ähneln, sind die frühen skulpturalen Arbeiten von Joachim Bandau (* 1936) bis heute so merkwürdig und einzigartig wie damals, als er sie schuf. Gezeigt wird eine Auswahl dieser immer noch relativ unbekannten Skulpturen des Künstlers und Zeichnungen aus der Zeit von 1967-1974.

Sommer 2021

Matthew Angelo Harrison

Matthew Angelo Harrison, Studioansicht, 2019. Foto: Claire Gatto. Courtesy der Künstler und Jessica Silverman Gallery, San Francisco

Für seine erste Einzelausstellung in einer europäischen Institution schafft der in Detroit geborene Bildhauer Matthew Angelo Harrison (* 1989) eine monumentale Installation aus 3D-Machinentechnologie, afrikanischen Artefakten und Materialien von Arbeitergewerkschaften, in der sich die grausame Geschichte des Kolonialismus mit dem formalistischen Erbe des Minimalismus verbindet.

INFORMATION (Today)

Liu Chuang, Standbild, Bitcoin Mining and Field Recordings of Ethnic Minorities, 2018. Courtesy der Künslter und Antenna Space, Shanghai

Verschlüsselte Netzwerke, digitale Währungen, künstliche Intelligenz, das Sammeln von Daten: Der rasante Anstieg von Informationen und die undurchsichtigen Formen des Zirkulierens und Verarbeitens von Daten prägen den heutigen Alltag von Grund auf. INFORMATION (Today) ist eine Gruppenausstellung, die diesem Phänomen auf die Spur kommen will, mit Werken von Lawrence Abu Hamdan, American Artist, Alejandro Cesarco, Simon Denny, Marguerite Humeau, Zhana Ivanova, Tobias Kaspar, Gabriel Kuri, Liu Chuang, Ima-Abasi Okon, Laura Owens, Trevor Paglen, Sondra Perry, Cameron Rowland, Sung Tieu und Nora Turato.

Herbst 2021

Pedro Wirz

Pedro Wirz, Caldeirão (Cauldron), 2019. Foto: Stefan Burger

Für seine bisher grösste institutionelle Ausstellung schafft Pedro Wirz (* 1981) eine immersive Installation, angefüllt mit einem keimenden Ökosystem und Skulpturen, die sich gleichermassen an organischem Material als auch an der Konsumwelt bedienen. In ihrer Gesamtheit transformieren sie das Interesse des brasilianisch-schweizerischen Künstlers an Kulturgeschichte, Wissenschaft, Handwerk und Folklore zu einem Ergebnis, welches zugleich fantastisch und ernüchternd die aktuelle Umweltkrise kommentiert. Präsentiert in Zusammenarbeit mit Culturescapes.

Michaela Eichwald

Michaela Eichwald, Triihl Fereffe, 2019

In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in der Schweiz präsentiert die deutsche Künstlerin Michaela Eichwald (* 1967) neue Gemälde, auf deren üppig beschichteten Oberflächen aus unkonventionellem Trägermaterial wie Kunstleder oder Autositzbezügen sich eine künstlerische Praxis zwischen Abstraktion und Figuration, Sprache und Gestik ausbreitet – im Versuch, die klassischste Gattung der Kunstgeschichte, die Malerei, neu ausmalen zu können.

Mitglied werden

Der Basler Kunstverein als privater Träger des Ausstellungshauses Kunsthalle Basel ist ein gemeinnütziger Verein, bei dem jeder Mitglied werden kann. Mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie nicht nur das Programm der Kunsthalle Basel, sondern kommen auch in den Genuss spezieller Privilegien. Mitglieder haben freien Eintritt zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen, erhalten Vergünstigungen auf Publikationen der Kunsthalle Basel und haben zudem die Möglichkeit, an speziell organisierten jährlichen Ausflügen teilzunehmen.

Kontakt

Kunsthalle Basel
Steinenberg 7
CH-4051 Basel
T +41 61 206 99 00
F +41 61 206 99 19
info(at)kunsthallebasel.ch
www.kunsthallebasel.ch
Facebook
Instagram