Sektion des Monats

Kunsthaus Baselland

Das Kunsthaus Baselland gehört zu den führenden Ausstellungshäusern für regionale, nationale und internationale zeitgenössische Kunst im Raum Basel. Seit 1998 bietet das umgenutzte Fabrikgebäude (jungen) Künstlerinnen und Künstlern auf über 1400m² eine Plattform für künstlerische Auseinandersetzungen im Rahmen von Einzel-, Gruppen- oder thematischen Ausstellungen. Zahlreiche regionale, teilweise aber auch internationale Kunstschaffende erhalten hier ihren ersten institutionellen Auftritt in der Schweiz oder in Europa

Das kuratorische Programm der Direktorin Ines Goldbach fokussiert auf das zeitgenössische Kunstgeschehen der Region Basel und bettet dieses im Rahmen von internationalen und überregionalen Ausstellungen in den internationalen Diskurs ein. Das Kunsthaus Baselland unterstützt und fördert die Schaffung neuer Werke, die sich mit der Architektur des Kunsthauses oder/und der Region Basel auseinandersetzen. Viele der eingeladenen lokalen, nationalen, aber auch internationalen Künstlerinnen und Künstler werden unter der aktuellen kuratorischen Leitung dazu animiert, neue, teilweise grossformatige Werke und Werkkomplexe explizit für den Ort zu entwickeln.

Das Kunsthaus Baselland soll ein lebendiger Ort des Austauschs und der fundierten Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst sein. Das Ausstellungsprogramm wird deshalb trotz eingeschränkter Mittel durch Publikationen, Vorträge und Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden und Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Bildung erweitert. Durch die Zusammenarbeit mit benachbarten und international agierenden Hochschulen öffnet das Kunsthaus seine Türen für Studien zu Kunstschaffenden und ihren Werken.

Die Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst aus der Region im Dialog mit nationalen und internationalen Kunstschaffenden soll zukünftig auf dem Dreispitz fortgeführt werden.

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Ausstellungen

Foto: Andrea Blum, PEACOCK, 2019, digital collage. Courtesy of the artist and Insitu / Fabienne LeClerc, Paris

Andrea Blum

Parallel Lives

11.6. -26.9.2021

Die Praxis der in New York ansässigen Künstlerin Andrea Blum (*1950) ist an der Schnittstelle von Bildhauerei, Architektur und Design angesiedelt. In ihren Arbeiten setzt sie sich kritisch mit dem Verhältnis der soziopolitischen Sphäre zur privaten, psychologischen Sphäre auseinander. Seit den 1980er Jahren realisierte Blum permanente und temporäre Projekte in Europa und den Vereinigten Staaten und präsentierte ihr Werk in Museen, Galerien und an zahlreichen weiteren Ausstellungsorten. Parallel Lives im Kunsthaus Baselland ist Blums erste Einzelausstellung in der Schweiz.

Foto: Anna Maria Maiolino, De: Para: (From: To:), série Fotopoemação (from the series Photopoemaction), 1974–2010, B/w photograph, digital print, 75 × 48 cm;
76.4 × 49.4 × 3.7 cm framed. Courtesy of the artist, private collection, Switzerland, and Galleria Raffaella Cortese, Milan

Anna Maria Maiolino

In the sky I am one and many and as a human I am everything and nothing

11.6. -26.9.2021

Anna Maria Maiolino (*1942) gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Brasiliens. In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in der Schweiz zeigt die in Italien geborene Künstlerin eine Auswahl ihrer frühen Videos, Filme, Fotografien, Gedichte und Texte. Indem sie ihr künstlerisches Werk und ihr Leben zu einem Narrativ verbindet, gelingt es ihr, einen Bogen von den 1970er Jahren bis in die Gegenwart zu spannen. In ihrer Praxis setzt sich Maiolino mit ihrer Identität als Frau, als Künstlerin und als Immigrantin auseinander, insbe­sondere im Hinblick auf ihr Leben und Wirken unter der Militärdiktatur im Brasilien der 1960er bis 1980er Jahre. 

Foto: Marina Rosenfeld, Curtain, 2021 (detail), pigment print on silk, 297 × 227 cm

Marina Rosenfeld

We’ll start a fire

11.6. -26.9.2021

Erstmalig in einer Einzelausstellung in der Schweiz ist das Werk der Künstlerin und Komponistin Marina Rosenfeld (*1968) zu sehen, die sich in ihrer Praxis mit akustischen und perzeptiven Architekturen befasst und ortsspezifische Interventionen in den Medien Skulptur, Klang, Musikperformance und Notation durchführt. Rosenfelds rekursive Netzwerke, die oft die Form von an der Schwelle zur Rückkopplung stehenden Soundsystemen annehmen, suggerieren eine zeitliche Logik, die auf Computermusik und anderen maschinellen Reproduktionen des Körpers basiert.

Foto: Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Schlaraffenland (Cockaigne), 2014, 10 Min. 8 Sek., Loop, © Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Courtesy Galerie Stampa, Basel

Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger

Eine Augenübung zur Freude des Hauses

Jahresaussenprojekt Kunsthaus Baselland 2021, 26.3. -31.12.2021

Zum achten Mal vergibt das Kunsthaus Baselland für ein Werk das grosse Aussenbanner für die Dauer eines Jahres. 2021 wird es durch das Künstlerpaar Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, die in Langenbruck (BL) leben und dort tätig sind, bespielt.

Bereits der Titel der Arbeit spricht Bände: Eine Augenübung zur Freude des Hauses. Gerda Steiner & Jörg Lenzlingers Kunst macht des Öfteren Freude, ohne dass die beiden dabei den Blick auf gesellschaftsrelevante Themen verlieren; oder sollte man sagen, dass sie gerade auf diese Art und Weise die wichtigen Dinge ansprechen? Unser Sein im Hier und Jetzt, unser Verhältnis zur Natur beziehungsweise unseren Respekt gegenüber der Natur, die es immer wieder mit ihrer Schönheit und ihrer Besonderheit vermag, uns zu überraschen. Es geht ihnen aber auch um die Frage, wie respektlos und unverantwortlich wir mit der Natur bisweilen umgehen, anstatt uns als ein Teil von ihr zu verstehen. Wie wenig scheinen wir manchmal an die Kraft in uns als Teil eines Ganzen zu glauben!

Vorschau

«World’s Rainbow» 
Next Generation

Diplomausstellung Bachelor und Master des Institut Kunst HGK FHNW, Basel
10.-24.10.2021 

Slowly Arriving
Atelier Mondial zu Gast im Kunsthaus Baselland

5.-21.11.2021 

Inside the Amazon
In Kooperation mit dem Fotomuseum Winterthur und CULTURESCAPES

5.11.2021-2.1.2022

Regionale 22 
27.11.2021-2.1.2022 

Trägerschaft

Träger der privat geführten Institution Kunsthaus Baselland ist der Kunstverein Baselland, dem zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und interessierte Laien sowie Persönlichkeiten aus der Region Basel angehören. Präsidentin des Kunstverein Baselland ist Marina Meijer-von Tscharner. Die Bildungs- Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft (kulturelles.bl) unterstützt mit einem jährlichen Subventionsbeitrag den Betrieb. Die finanzielle Basis wird stetig durch Gesuche an Dritte erweitert, um Künstler und Künstlerinnen in ihrer Werkproduktion für ihre Ausstellungen im Kunsthaus Baselland zu unterstützen. Die Immobilie in Muttenz gehört der gemeinnützigen Stiftung Kunsthaus Baselland. Zweck der Stiftung ist es, dem Kunsthaus Baselland sein Zuhause zur Verfügung zu stellen. Sie ist auch Bauherrin des neuen Kunsthauses auf dem Dreispitz. Das Kunsthaus befindet sich mitten im Prozess des Umzugs auf das Dreispitz-Areal. Seit Ende 2019 ist die Sockelfinanzierung dafür gesichert. Anfang November 2020 haben die Stiftung Kunsthaus Baselland und der Kunstverein Baselland das Baubegehren für das neue Kunsthaus Baselland auf dem Dreispitz eingereicht. Am 13. April 2021 hat das Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft der Stiftung Kunsthaus Baselland die Bewilligung für den Bau des neuen Kunsthauses auf dem Dreispitz erteilt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht, der uns dem Umbau der heutigen Dreispitzhalle in einen Begegnungs- und Ausstellungsort nach den Plänen von Buchner Bründler Architekten näherbringt. Als nächste Etappe steht nun die detaillierte Ausführungsplanung nach den Sommerferien 2021 an.

Mitgliedschaft

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