Sektion des Monats

Aktuell

Kunstmuseum St. Gallen: LA LUCE ALPINA vom 28. September - 1. Dezember 2019

Giovanni Segantini (1858–1899) entwarf in seinen Gemälden das Bild eines Daseins in harmonischem Einklang mit der Natur. Gleichsam als malerischer Gegenentwurf zur Realität grossstädtischer Existenz war sein Werk in den Kunstmetropolen Paris, Wien und Berlin des späten 19. Jahrhunderts hoch geschätzt. Segantini zählt zu den Hauptvertretern des europäischen Symbolismus des Fin de Siècle. Gleichzeitig gilt er durch seine herausragende Stellung im italienischen Divisionismo als wichtiger Erneuerer der Malerei. Seine einfachen ländlichen Figuren sind eingebettet in den ewigen Zyklus der Jahreszeiten, von Geburt, Sein und Tod. Segantini gelingt es, die minuziös erfasste Bündner Bergwelt in allegorische Bildvisionen von strahlender Leuchtkraft zu bannen. Was an Inhalt und Form seines Werks für fünf international tätige Kunstschaffende heute noch oder wieder Bedeutung hat, ist das Thema der Ausstellung La luce alpina, die sich auf zentrale Arbeiten Segantinis konzentriert, die ab 1887 in Savognin und Maloja entstanden. Spezifische Beiträge von Dove Allouche (*1972), Siegrun Appelt (*1965), Philippe Rahm (*1967), Patrick Rohner (*1959) und Not Vital (*1948) machen die Wahrnehmung des Berges und des Naturerlebnisses aus dem Blickwinkel der Jetztzeit sichtbar und beleuchten damit die Aktualität von Segantinis Schaffen. Mehr...

Kunstmuseum Olten: Nives Widauer, VILLA NIX in Kooperation mit dem Centre culturel suisse Paris, vom 21. September bis 17. November 2019

Nives Widauer (*1965) El sueño de Blanca I, 2018, videoinstallation on carpet, 7:04 min, loop, Courtesy the artist

Die in Wien lebende Basler Künstlerin Nives Widauer (*1965) entwickelt gemeinsam mit dem Kunstmuseum Olten und dem Centre culturel suisse in Paris auf Anregung der Kura-
torin Claire Hoffmann zwei inhaltlich und formal eng verknüpfte Ausstellungen mit beglei- tender Publikation. Als Ausgangspunkt für das zweiteilige Projekt, das in Widauers lang-
jähriger Beschäftigung mit Werkgruppen und Themenkreisen wurzelt, die in inneren Räumen verortet sind, dienen die Räumlichkeiten der beteiligten Institutionen. Sie erlauben der Künstlerin, die lang gehegte Idee einer imaginären «Be-Wohnung» von Kunsträumen in die Tat umzusetzen. Dem Pariser Ausstellungsraum weist das Konzept die Funktion des Vorzimmers zu. Dieses «Antichambre» wird nach dem Ende der gleichna- migen Schau nach Olten transferiert und in Widauers «Appartement» im Kunstmuseum Olten, der VILLA NIX, integriert. Eingerichtet werden sie mit einer retrospektiven Auswahl von Arbeiten aus den letzten 30 Jahren und neuen, explizit für die Ausstellung geschaffenen Werken. Mehr ...

Musée des Beaux-Arts du Locle: Nouvelles expositions à découvrir

8_sphere © Sylvie Fleury

Le Musée des Beaux-Arts du Locle ferme ses portes du 14 octobre au 2 novembre 2019! Voilà les nouvelles expositions à découvir à partir du 2 novembre 2019. En savoir plus...

Kunsthaus Zürich: Jahresprogramm 2020

Im Studio Olafur Eliasson: Test für eine neue Installationsarbeit 2019. Foto Alcuin Stevenson /Studio Olafur Eliasson © 2019 Olafur Eliasson

Von der Poesie der Linie über die wilden 20er-Jahre zur Schweizer Romantik und dem resoluten Werk einer selbstbewussten Künstlerin: Das Kunsthaus startet 2020 mit Olafur Eliasson und bietet ein kontrastreiches Programm. Olafur Eliasson (*1967) gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern. Für das Kunsthaus Zürich entwickelt er exklusiv eine neue, ortsspezifische Installation, die eine Ausstellungsfläche von rund 1000 m2 einnimmt. Dabei geht es um das Verhältnis von uns Menschen zu den anderen Lebewesen und Spezies auf der Erde. Eliasson plädiert für Symbiose statt Verdrängungs- kampf und verwandelt den Museumsraum in eine immersive Gesamtinstallation, die alle unsere Sinne anspricht. Es gelingt ihm, diese wichtigen Fragen und sozialen Belange in eine Formensprache umzusetzen, die die Menschen nicht nur rational anspricht, sondern sie auch emotional berührt und körperlich bewegt. Mehr ...

Fri Art Fribourg: A House is not a Home, du 21 septembre 2019 au 10 novembre 2019

Image: Gina Fischli, Castle, 2019. Courtesy the artist. Photo: Theo Christelis

A House is not a Home / A Home is not a House est une exposition en deux parties qui interroge la logique binaire de l’identification et de l’identité. Les oeuvres des treize artistes présents dans l’exposition ont en commun un rapport à la spatialité, l’intuition d’un lien entre l’architecture et les corps incarnés. Si les oeuvres occupent un certain espace, elles ne prennent pas cette place comme allant de soi. Elles semblent plutôt douter du passage de leur conception à leur réception. Les objets exposés suscitent l’attention du visiteur, mais se refusent à une interprétation normative.

Oscillant entre la maison de l’art et le chez soi du foyer, les oeuvres profitent de leur insertion dans un lieu pour déstabiliser la définition de l’autre. Souvent réalisées par les mains de l’artiste, leur sens plastique et poétique renvoie plus ou moins sincèrement à la domesticité, au décoratif, aux médiums classiques de la peinture et de la sculpture, à l’artisanat. Leur facture comporte un certain charme, qui, de manière retorse, réfère aussi à la précarité de la production artistique. En savoir plus ...

Kunsthalle Basel: Kaari Upson; Go Back the Way You Came, vom 30. August 2019 bis 10. November 2019

Kaari Upson, Standbild, Nightsplitter, 2017-2019

In ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Europa präsentiert Kaari Upson (*1972) neu beauftragte skulpturale Werke aus Holz und Latex, welche ihre andauernde Erforschung der Figur der Mutter sowie des unheimlichen Doubles fortführt. Die US-amerikanische Künstlerin benutzt Elemente aus der Natur und von Gebäuden, mit denen sie aufgewachsen ist, um Abgüsse zu machen, um sie zurecht zu schneiden oder um sie zu reproduzieren. Es entstehen Arbeiten, in denen das Zuhause mit der Mutter, der Körper mit dem Objekt und die Begierde mit dem Trauma verschmelzen. Das fesselnde Ergebnis ist eine kritische Befragung von Familie, Konsumgesellschaft und Amerikanisch-Sein und um das zu können, weidet Upson wortwörtlich die Welt ihrer Kindheit aus. Mehr...

Freunde sammeln 2 - Ein Jubiläumsprojekt des Förderverein Kunstmuseum Thun, vom 7. September bis 1. Dezember 2019

Ohne die Mithilfe des Förderverein Kunstmuseum Thun wären Ankäufe, Publikationen und Veranstaltungen ein wahres Kunststück. 2019 wird der Verein 60 Jahre alt. Das Kunstmuseum Thun begeht das Jubiläum mit dem Ausstellungsprojekt Freunde sammeln. Zwei ehemalige sowie der aktuelle Präsident des Vereins wählen zu Beginn ihr Lieblingswerk aus. Dann kommen Kunstinteressierte zusammen und konzipieren auf Basis des Lieblingswerks eine gemeinsame Ausstellung für den Projektraum enter. Eingeladen zum Mitmachen sind nicht nur Mitglieder des Fördervereins, sondern alle, die eine Ausstellung mit Werken der Sammlung des Kunstmuseum Thun entwickeln wollen. Die wohl grösste Herausforderung für die Teilnehmer ist es, sich überraschen zu lassen. Es gibt keinen Leitfaden und keinem Fahrplan. Kuratieren ist ein Suchen und Finden, ein Eintauchen und Auftauchen und ein Abenteuer. Ausgangspunkt für das Ausstellungsprojekt Freunde sammeln 2 ist eine Serie von Fotografien Suchraum Wildnis (2006/2015) von George Steinmann. Seinen Arbeiten liegt eine tiefe Überzeugung zugrunde, dass wir unser Verhältnis zur Umwelt schärfen und verbessern müssen. Dafür hat er unter anderem die Heidelbeere als wirksame Frucht gewählt, die aus dem (Ur)wald kommt und das Sehen schärft – eine passende Symbolik.
Sind Sie interessiert in einer Gruppe der Museumsfreunde für eine Ausstellung mitzuwirken? Dann melden Sie sich bei der Projektleiterin Sara Smidt, sara.smidt@thun.ch, T 033 225 86 10. Zur Ausschreibung und zum Anmeldebogen geht es hier 

Off Kunsthaus Glarus zu Gast im Museum des Landes Glarus, Freulerpalast, Näfels

Bea Schlingelhoff – Piece of Glass, bis 10. November 2019

Zu Gast in verschiedenen Räumen zeigt das Kunsthaus Glarus während der Sanierung Off Kunsthaus Glarus weiterhin Ausstellungen.
Freulerpalast

 

Auftragsvideos von arttv.ch über die Sektionen, 7. Staffel

Die Zusammenarbeit des Schweizer Kunstvereins mit arttv.ch geht auch 2019 weiter. Nachdem der Schweizer Kunstverein in den vergangenen Jahren von einer privaten Stiftung bei der Finanzierung der Videoporträts unterstützt wurde, übernimmt seit 2018 und auch für die Jahre 2019 und 2020 die Ernst Göhner Stiftung diese Rolle. Dank ihrer Unterstützung können 6 statt bisher 5 Sektionen und ihre Häuser pro Jahr vorgestellt werden.  Fernziel ist die Präsenz von sehr kurzen, dem Fernsehzuschauer angepassten Beiträgen in den Programmen von Lokal­fernsehstationen.

Zu den Videos ...

 

Tagung in der Zürcher Hochschule der Künste: Influencer-Marketing: Zwischen Authentizität und Manipulation, Donnerstag, 28. November 2019

Zu aktuellen Rechtsfragen einer neuen Werbeform

Wie jede neue Kommunikationsform landete auch das Influencer-Marketing ziemlich bald auf dem Boden der rechtlichen Realität. Influencing ist eine Empfehlung («Beeinflussung») des Influencers an seine Follower für bestimmte Produkte. Der neue Marktakteur tritt in der kommerziellen Kommunikation als Bindeglied zwischen einer Marke und der Zielgruppe auf. Diese neue Werbeform erreichte innert kurzer Zeit eine enorme Bedeutung im Werbemarkt und wird inzwischen von vielen Unternehmen benutzt. Agiert der Influencer dabei nicht transparent genug, könnte er sich bald im Reich der Schleichwerbung wiederfinden – was nicht ohne rechtliche Folgen bleibt. Das hat die Influencer-Szene mittlerweile leidvoll realisieren müssen, nachdem einige Urteile zu deren Ungunsten ergangen sind. Diese Entscheide und die zahlreichen Abhandlungen zeigen auf, dass sich auch das Influencing an eine Reihe von rechtlichen Bestimmungen halten muss. 
Dieses Spektrum will die Tagung aufzeigen: Nach Inputreferaten aus Influencer- und Unternehmenssicht zeigt das erste Fachreferat die kommunikationswissenschaftlichen Aspekte auf. In den folgenden Referaten werden die lauterkeits-, medien-, immaterialgüter- und vertragsrechtlichen Fragestellungen behandelt. Im Schlussteil diskutieren Vertreter aller Marktakteure mit den Juristen über Herausforderungen und Lösungen zu dieser Werbeform. Die Tagung richtet sich an alle Personen, welche diese neue Werbeform verwenden, also an Influencer selbst, an Werbefachleute, Medien und Unternehmen sowie Juristinnen und Juristen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die rechtlichen Aspekte gelegt. 

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