Sektion des Monats

Aktuell

Neue Ansprechperson beim Schweizer Kunstverein: Vanessa Gageos

Vanessa Gageos (*1989, lebt in Basel) ist Künstlerin mit langjähriger Erfahrung in der Administration und Organisation kultureller Projekte. Sie hat unter anderem beim Bone Festival in Bern gearbeitet und war als Assistentin des Künstlers Zimoun tätig. Vanessa Gageos besitzt einen Bachelor of Arts, Studiengang «Musik und Medienkunst» sowie einen Master of Arts, Studiengang «Contemporary Arts Practice», beide erworben an der Hochschule der Künste, Bern, wo sie 2024 auch als externe Prüfungs-Expertin geladen war. Ab 1.1.2026 wird Vanessa Gageos die Geschäftsstelle des Schweizer Kunstvereins betreuen, gleichzeitig ist sie als Assistentin beim Kunstbulletin angestellt. Wir freuen uns auf Vanessa und wünschen ihr einen guten Start. 

Entlastungspaket 2027 gefährdet Medienvielfalt

Kleine und unabhängige Medien bedroht

Die geplanten Kürzungen gefährden kleine und unabhängige Medien, die für Vielfalt, lokale Berichterstattung und demokratische Teilhabe unverzichtbar sind. Der VMZ fordert die Finanzkommission auf, die medienpolitisch schädlichen Sparmassnahmen zurückzuweisen und stabile Rahmenbedingungen für den Journalismus zu sichern.

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Herbstversammlung des Schweizer Kunstvereins – Museen im digitalen Aufbruch

Schaffhausen – Die Herbstversammlung des Schweizer Kunstvereins vom 6. November 2025 stand ganz im Zeichen der Frage, wie Museen ihre Zukunft im digitalen Zeitalter gestalten. Rund 35 Mitglieder trafen sich im Museum zu Allerheiligen, wo Direktorin Gesa Schneider zunächst Einblicke in zwei aktuelle Ausstellungen gewährte.

In der Schau «SpielKartenKunst» präsentierte sie Künstlerkarten u. a. von Félix Vallotton, Ditha Moser, HR Giger und Niki de Saint Phalle – ein Streifzug durch eine oft unterschätzte, aber kunsthistorisch reiche Bildgattung. Danach ging es in die Ausstellung «Eiszeit. Leben vor 17 000 Jahren», wo das berühmte «Weidende Rentier» aus der Kesslerlochhöhle erstmals im Original zu sehen ist.

Digitale Experimentierräume

Höhepunkt der Versammlung war der Vortrag von Sophie Grossmann, Co-Kuratorin am Museum für Gestaltung Zürich. Ihre Ausstellung «Museum of the Future – 17 digitale Experimente» dient als Labor, in dem ausgelotet wird, wie neue Technologien Sammlung, Vermittlung und Ausstellungspraxis verändern könnten.

Besonders eindrücklich: das digitale Panorama der Schlacht von Murten. Das monumentale, physisch kaum bewegliche Gemälde wurde mit 1,6 Terapixeln digitalisiert und als immersiver Raum inszeniert – ein Format, das neue Zugänge ermöglicht, ohne die Originalsubstanz zu gefährden.

Ebenfalls viel Aufmerksamkeit erhielt die digitale Reinszenierung von Sophie Taeuber-Arps Marionetten (1918). Dank virtueller Steuerung werden die Bewegungsqualitäten ihres Werkes erfahrbar, ohne die fragilen Originale zu beanspruchen. Weitere Experimente demonstrieren, wie KI historische Texte und Bildarchive innert Sekunden erschliessen kann.

Grossmann betonte, dass es sich um explorative Technologien handelt – um ein Zukunftslabor, das Fragen stellt statt fertige Lösungen präsentiert.

Zwischen Faszination und Skepsis

In der Diskussion zeigte sich ein breites Interesse an den neuen Vermittlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig gab es kritische Stimmen zur Rolle der KI und zur Gefahr, künstlerische Handschriften durch algorithmische Muster zu überlagern. Konsens bestand darin, dass Museen den digitalen Wandel aktiv mitgestalten müssen – und dass der Schweizer Kunstverein diese Debatten weiterführen soll.

Aus den Sektionen

Kunsthalle Friart: Neue Direktorin ab Oktober 2025

Kathrin Bentele wird ab Oktober 2025 die künstlerische Leitung der Kunsthalle Friart übernehmen. Mehr ...