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Schweizerischer Kunstverein
Zuger Kunstgesellschaft

Das Kunsthaus Zug, ein Ort für zeitgenössische und moderne Kunst, ist seit 1990 in einer vom Architekten Franz Füeg umgebauten Anlage des 16. Jh. in der oberen Altstadt untergebracht. 1998 gelangte die Sammlung Kamm als Depositum ins Kunsthaus, die bedeutendste Kollektion der Wiener Moderne in Europa ausserhalb Österreichs (Gustav Klimt, Richard Gerstl, Josef Hoffmann, Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Fritz Wotruba u.v.a.). Seit 1996 besteht das Modell Projekt Sammlung, eine mehrjährige Zusammenarbeit mit international tätigen Künstlern (Olafur Eliasson, Tadashi Kawamata, Pavel Pepperstein, Richard Tuttle, Roman Signer, Christoph Rütimann). Weitere Sammlungsschwerpunkte sind Schweizer Kunst der Bereiche Surrealismus und Fantastik, der figurativen Plastik sowie Kunst von namhaften Künstlerinnen und Künstlern der Region (Josef Herzog, Hans Potthof, Jean-Frédéric Schnyder, Annelies Štrba, Hannah Villiger u.a.). 2009 gelangte die grösste Signer-Sammlung als Schenkung von Peter und Christine Kamm ins Kunsthaus. 2013 überreichte ihm der ungarische Schriftsteller und Fotograf Péter Nádas das fotografische Gesamtwerk.

Vier bis fünf Wechselausstellungen und Sammlungspräsentationen werden jährlich durchgeführt. Das Kunsthaus Zug mobil dient als transportabler Ausstellungsraum für verschiedenartige Aktivitäten. Wechselnde Künstler realisieren ortspezifische Interventionen und beziehen auch den öffentlichen Raum ein.

Für Kinder, Erwachsene, Familien und Schulen besteht ein breites und innovatives Vermittlungsprogramm.

www.kunsthauszug.ch

The Large Glass - Bethan Huws

Foto Charles Duprat, Paris.

Die Sammlung Kamm und das Werk von Bethan Huws,
den vier Jahreszeiten entsprechend angeordnet
bis 9. März  

Die heute in Berlin und Paris lebende britische Künstlerin Bethan Huws (*1961) kombiniert im Kunsthaus Zug eigene Arbeiten mit ausgewählten historischen Werken aus der Stiftung Sammlung Kamm von Klimt, Hoffmann, Schiele, Max Ernst u.v.a. 

Das Œuvre der renommierten Künstlerin umfasst sowohl Arbeiten auf Papier wie auch skulpturale und plastische Objekte, Textarbeiten, und den Film Zone, der erstmals in einer Institution gezeigt wird.

Speziell für die Ausstellung entstand eine grossformatige Arbeit in Neon, die auf ein Glasgefäss des Österreichers Josef Hoffmann aus der Blütezeit der Wiener Moderne antwortet. Diese neue Arbeit ist ein Beleg für die unverminderte Aktualität Hoffmanns und verweist - als Grosses Glas - zugleich auf Duchamps Hauptwerk gleichen Namens.

Ich beginne zu vergessen. Ilya Kabakov und Schweizer Sammlungen

Ilya Kabakov: Fliegenkönigin, 1965

25. Mai bis 17. August

Ilya Kabakov (*1933) ist seit den späten 1980er-Jahren im Westen als Installationskünstler berühmt geworden. In den letzten zehn Jahren hat er sich wieder vermehrt der Malerei zugewendet. Diese knüpft an die Sowjetzeit an, als der Künstler in seinem geheimen Moskauer Atelier seit den 1960er-Jahren zeichnete und malte, ohne seine Arbeiten ausstellen zu können.

Die mit Ilya und Emilia Kabakov exklusiv für Zug konzipierte Ausstellung präsentiert frühere Gemälde, Papierarbeiten und Alben von den 1960er bis zu den 1980er-Jahren und stellt ihnen neuere Werke, die im Westen entstanden, gegenüber. Erstmals wird die vierzehnteilige Bildserie Collage of Space von 2010 als Ganzes gezeigt. Mit ihr wurde die aktuelle Malerei des Künstlers eingeleitet.

Die rund 60 Arbeiten der Ausstellung, darunter frühe Hauptwerke, stammen aus Schweizer Sammlungen und belegen Kabakovs enge und bis heute anhaltende Verbindung zu diesem Land. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet das Künstlerpaar, das auf Long Island NY lebt, auch mit dem Kunsthaus Zug seit 2001.

Und weg mit den Minuten. Dieter Roth und die Musik

Quadrupel-Konzert von Dieter Roth an der Musik-Akademie in Basel, 1977. Foto Hannes-Dirk Flury.

In Zusammenarbeit mit Musik Akademie Basel und Edizioni Periferia, Luzern
6. September  bis 11. Januar 2015

Der international renommierte Schweizer Künstler Dieter Roth (1930-1998) vereint in seinem Schaffen Zeichnung, Malerei, Assemblage, Installation, Druckgrafik, Literatur, Aktion und neue Medien. Weniger bekannt sind Roths zahlreiche musikbezogene Projekte und Arbeiten. Für die umfassende, interdisziplinär angelegte Ausstellung hat das Kunsthaus Zug erstmals den Aspekt der Musik im Schaffen von Dieter Roth aufgearbeitet.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Konzertreihe Selten gehörte Musik, die sich an der Schnittstelle von Konzert, Kabarett, Performance und Happening befindet. Beteiligt waren u.a. Christian L. Attersee, Günter Brus, Richard Hamilton, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Gerhard Rühm, Dominik Steiger und Oswald Wiener.

Die Ausstellung mit rund 200 Leihgaben aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Island und Österreich umfasst ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Im Anschluss wird sie in der Nationalgalerie Berlin, Hamburger Bahnhof modifiziert gezeigt werden.

Kunsthaus Zug mobil

Seit Mai 2002 besitzt das Kunsthaus Zug einen 12 Meter langen Spezialcontainer als voll ausgerüsteten, transportablen Ausstellungsraum. Das Kunsthaus Zug mobil ermöglicht den künstlerischen Dialog mit der Öffentlichkeit an ungewöhnlichen, nahen und fernen Orten, initiiert neuartige Kunstprojekte und trägt Teile der Sammlung nach aussen. Das Projekt wurde mit dem schweizerischen Preis für die Vermittlung visueller Kunst ausgezeichnet.

Zuger Kunstgesellschaft

Die Zuger Kunstgesellschaft wurde 1957 gegründet, führt das Kunsthaus Zug und besitzt die Sammlung. Die Eigentümerin des Kunsthauses ist die Stiftung der Freunde Kunsthaus Zug, die auch Kunstreisen organisiert. Kanton Zug, Stadt und Gemeinden, Sponsoren, lokale und nationale Stiftungen und 1200 Mitglieder und Gönner bilden zusammen die erweiterte Trägerschaft.

Mitglieder werden zu allen Eröffnungen und Veranstaltungen im Kunsthaus und ausgewählten Kunstreisen persönlich eingeladen. Sie haben freien Zugang zu den Ausstellungen, geniessen Eintrittsermässigungen bei Vorträgen, Konzerten, Performances und Lesungen und profitieren von zahlreichen anderen Vergünstigungen.