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Schweizerischer Kunstverein
Kunstverein Frauenfeld
Das Bernerhaus in Frauenfeld

Der Kunstverein Frauenfeld versteht sich als regionaler Kulturvermittler. Er entstand in seiner heutigen Form 1960, mehr als 10 Jahre vor der Gründung eines kantonalen Kunstmuseums im Thurgau. Bis in die neuere Zeit war er die einzige Institution, die in der Kantonshauptstadt kuratierte Ausstellungen durchführte. Für sein Wirken wurde der Kunstverein Frauenfeld 1983 mit dem Anerkennungspreis der Stadt Frauenfeld und 1995 mit dem Kulturpreis des Kantons Thurgau ausgezeichnet.

 

Wer

  • Ca. 450 Mitglieder
  • Ein 7-köpfiger Vorstand

 

Was

  • 4-5 Ausstellungen pro Jahr
  • 2-3 Exkursionen zu moderner Kunst und/oder Architektur
  • Kunst- und Kulturvermittlung in Form von Vorträgen, Diskussionen, Filmen
  • Unterstützung von Kunstvermittlung in Schulen im Rahmen von Ausstellungen
  • Von Beginn an Aufbau und Pflege einer Sammlung mit gegen 340 Werken als Spiegel der Ausstellungstätigkeit

 

Wo

  • Gemietete Ausstellungsräume im Bernerhaus, dem einstigen Sitz des Berner Abgesandten an der eidgenössischen Tagsatzung in Frauenfeld. Für grosse Skulpturen steht der dazugehörige Garten zur Verfügung.

 

Wie

  • Der ehrenamtliche Vorstand plant und organisiert alle Aktivitäten
  • Finanzierung durch Mitgliederbeiträge (Fr. 50 pro Jahr), Gönnerbeiträge, Beitrag der Stadt Frauenfeld im Rahmen einer Leistungsvereinbarung, Verkaufsprovisionen

 

www.kunstverein-frauenfeld.ch | kontakt(at)kunstverein-frauenfeld.ch

Eine Auswahl von Exkursionen in neuerer Zeit

Sitterwerk in St. Gallen mit Kunstgiesserei, Sammlung Hans Josephson und Kunstbibliothek | Kunsthalle Weishaupt in Ulm, Architektur und Ausstellung «American Idols» | Bildbetrachtung in den Kirchen auf der Insel Reichenau | Neu-Oerlikon – Architektur und Stadtentwicklung | Ravensburg mit Vogthaus, Humpisquartier und Kunstmuseum | Theatertour in der Villa Patumbah in Zürich.

Eine Auswahl von Vorträgen und Diskussionen in neuerer Zeit

Doris Warger, Restauratorin: «Vom Umgang mit unserem gebauten Erbe» | Gabrielle Obrist, Steinfels Art Consulting: «Kunst – Werte – Emotionen», über den modernen Kunsthandel | Peter von Matt: «Mehr als eine Literaturgeschichte», Gespräch über «Das Kalb vor der Gotthardpost» | Richard Butz: «Ascona – Monte Verità und seine Künstler». Sehr beliebt ist der traditionelle vorweihnächtliche «Bücherabend», in welchem der von Radio und Fernsehen bekannte Literaturkritiker Hardy Ruoss auf kompetente und unterhaltsame Weise literarische Neuerscheinungen und Wiederentdeckungen vorstellt.

Eine Auswahl von Ausstellungen in neuerer Zeit

Doris Naef, Bildausschnitt Scala, 2015 (Einladungskarte)

Ein Schwerpunkt des Kunstvereins Frauenfeld sind Ausstellungen mit Werken von Künstlerinnen und Künstlern aus der erweiterten Region.

Die aktuelle Ausstellung mit dem Titel «Connections» (bis 15. März 2015) verbindet verschiedene Stationen aus dem künstlerischen Schaffen der Thurgauer Künstlerin Doris Naef. Das Werk trägt die Spuren der Orte, an denen es entstanden ist. Das interdisziplinäre Werk schafft Verbindungen zwischen Malerei, Fotografie und Zeichnung. Auch Innen- und Aussenraum werden durch ein Netz von Andockstellen miteinander verknüpft. Neue Zusammenhänge werden sichtbar durch Verbindungen unterschiedlicher Werkgruppen, Themen, Materialien und Ausdrucksmodalitäten. Visuell verdichtete Darstellungen verändern Räume und deren Wahrnehmung. Speziell präsentiert werden auch die ausgedruckten Kompositionen der Fotozeichnungen, die während eines Romaufenthalts entstanden sind.

Mark J. Huber, Datscha Atelier, 2012 (Einladungskarte)

Die Malerei des Frauenfelder Künstlers Mark J. Huber in der Ausstellung «so nah – so fern» kreiste um die Brechungen des Lichts in Form von Spiegelungen, Überblendungen und den Verfremdungen, die daraus entstehen. Seine Motive pendeln zwischen räumlicher Greifbarkeit und Auflösung und werden dadurch ihrer vermeintlichen Wirklichkeit entzogen.

Diogo Graf, Ohne Titel, 1954 (Einladungskarte)

Bei der Ausstellung Diogo Graf. Aus dem Nachlass ging es darum, diesen bedeutenden St. Galler Künstler dem zeitgenössischen Publikum in Erinnerung zu rufen.

Diogo Graf (1896-1966) hat ein umfangreiches Werk geschaffen, wovon ein beträchtlicher Teil der Richtung «Konstruktive Kunst» zuzuordnen ist. Er war Mitglied der Künstlervereinigung «Allianz», zusammen mit Max Bill, Camille Graeser, Richard Paul Lohse, Verena Loewensberg, Sophie Taeuber-Arp und anderen. Die Verkaufsausstellung aus dem Nachlass zeigte Werke aus verschiedenen Schaffensphasen. Seinen «konstruktiven» Bildern wurden überdies einige Werke von Kollegen und Kolleginnen der «Allianz» aus derselben Periode gegenübergestellt.

Hans Bach, Alte Eiche, 2014 (Einladungskarte)

Hans Bach. Skulpturen, Holzschnitte, Linolschnitte
Das Hauptthema der Skulpturen des Bildhauers, Zeichners und Radierers ist die menschliche Figur, vor allem die weibliche. Er sieht seine Arbeit in der unendlichen Reihe von Menschendarstellungen, ausgehend von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Die Druckgrafiken, jetzt vor allem Linol- und Holzschnitte, sind tagebuchartige Auseinandersetzungen mit Gegenwartsthemen.

Dreidimensionale Kunst wird auch in der letzten Ausstellung der laufenden Saison mit Bernhard Licini gezeigt (siehe oben).

Grillgi, Schnurpfarbeit, 2013 (Einladungskarte)

Aussenseiterkunst hat im Kunstverein Frauenfeld Tradition. So wurde hier eine der frühesten Ausstellungen mit Werken von Hans Krüsi durchgeführt. Im vergangenen Jahr waren die «Schnurpfarbeiten» von Grillgi, einem am Untersee lebenden Künstler zu sehen.

Kopfbild: Bernhard Licini, Würfel, 2003, Stahl, 240x80x80cm, Privatbesitz. Foto: Michael Wildi