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Schweizerischer Kunstverein
100 Jahre Kunstmuseum Winterthur

Das Kunstmuseum Winterthur ist eines der grossen Schweizer Kunstmuseen. Im intimen Rahmen seines Altbaus und den lichterfüllten Räumen seines Erweiterungsbaus präsentiert es eine Sammlung von hoher Qualität, die vom Impressionismus über die klassische Moderne bis in die Gegenwart führt. Das Jahr 2016 steht unter dem Zeichen des Jubiläums “100 Jahre Kunstmuseum Winterthur”. Gefeiert wird das Jubiläum mit einer Reihe von Ausstellungen, die verschiedene künstlerische Momente aus einem Jahrhundert Museumsgeschichte thematisieren. Seinen Höhepunkt erreicht es mit den Festanlässen, die vom 20.–22. Mai 2016 stattfinden: Am Freitag, 20. Mai, wird im Stadthaus ein Festakt mit anschliessendem Umtrunk stattfinden. Am Samstag, 21. Mai, folgt ein Museumsfest mit Attraktionen für Kinder und Erwachsene, das von 14 Uhr nachmittags bis 02 Uhr nach Mitternacht dauern wird. Schliesslich endet dieser Parcours am Sonntag, 23. Mai, mit einem Tag der offenen Tür, an dem das Museumskonzert und verschiedene Führungen stattfinden.

Weitere Informationen zum Jubiläum: www.kmw.ch/100jahre

Programm Jubiläumstage (PDF)

Aktuelle Ausstellungen

Hans Arp: 30.1. – 22.5.2016

Ein Blick in die Ausstellungsräume | Foto: Reto Kaufmann (links), Serge Hasenböhler (rechts)

Hans Arp ist eine der zentralen Figuren der klassischen Moderne, und im Kunstmuseum Winterthur ist er besonders gut vertreten. Die Arp gewidmete Ausstellung gliedert sich in drei Kapitel, in denen jeweils Werke der Sammlung im Zentrum stehen. Sie beginnt mit den Reliefs aus den 1920er Jahren, mit denen Arp eine neue Bildform erfand. Es folgen die abstrakten Skulpturen der 1930er Jahre, die Naturformen evozieren. Am Schluss stehen die Werke der Nachkriegszeit, in denen Arp seine Formensprache nochmals erweiterte. Mit Leihgaben aus zahlreichen privaten und musealen Sammlungen wird Arps eigenwilliges Œuvre in konzentrierter Form präsentiert.

Taurochmachy, Cave, Gift (v.l.n.r) | Foto: Reto Kaufmann

William Tucker: 30.1. – 22.5.2016

Parallel zu Arp wird ein bedeutender zeitgenössischer Bildhauer gezeigt. Es ist der seit 1980 in den USA lebende Engländer William Tucker. Der nun 80-jährige Künstler gelangte im Laufe seines Lebens von abstrakten Konstruktionen zu modellierten Figuren, mit denen er sich an die von Degas und Rodin bis Giacometti reichende figürliche Tradition anschliesst. In der Ausstellung ist eine Auswahl von Bronzeskulpturen aus den letzten dreissig Jahren zu sehen. Dieses beeindruckende Spätwerk bildet ein authentisches Gegenstück zu Hans Arps modellierten Skulpturen.

Verspieltes Alphabet | Foto: Serge Hasenböhler

Richard Tuttle καλλίρροος: kallirroos schön-fliessend: 27.2. – 24.6.2016

Auch der amerikanische Künstler Richard Tuttle antwortet mit seiner Ausstellung auf Arp. Das altgriechische Wort καλλίρροος (“schön-fliessend”) beschreibt eine formale Eigenschaft, die Arp und Tuttle verbindet, nämlich die anmutige Bewegung, die aus ihren Werken spricht. Tuttle zeigt mit Formal Alphabet zwanzig für die Ausstellung geschaffene neue Wandarbeiten und dazu eine ebenso betitelte dreizehnteilige Arbeit, sozusagen ein halbes Alphabet. Es sind Gruppen von Zeichen, die sich im Unterschied zu den gebräuchlichen Alphabeten der Kommunikation entziehen.

Lucio Fontana | Concetto spaziale, 1948 | Foto: SIK

Von Giorgio de Chirico bis Alighiero Boetti
Italienische Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung: 10.5. – 30.10.2016

Nach einer Ausstellung von französischen und schweizerischen Zeichnungen zeigt das Graphische Kabinett im Mai italienische Zeichnungen und Druckgraphik. Die vielfältige Auswahl reicht von Giorgio de Chirico und Morandi über Lucio Fontana bis in die Gegenwart, nämlich zu den Künstlern der Arte povera, also zu Mario Merz, Giulio Paolini, Luciano Fabro, Jannis Kounellis, Giuseppe Penone.

Die Ausstellung beginnt mit zwei bedeutenden graphischen Werken von Giorgio de Chirico und endet mit dem Album Insicuro noncurante, das Alighiero Boetti 1975 als eine Summe seiner Arbeit publizierte.
Dazwischen liegen weitere seltene druckgraphische Werke, darunter Giorgio Morandis grosses Stilleben ebenso wie Piero Manzonis berühmte Tavole di accertamento und Boettis 12 forme.
Diese Werke stecken den Rahmen ab, innerhalb dessen die Arbeiten auf Papier von Lucio Fontana bis zur Arte povera stehen, die bisher im Schatten der Bilder und Objekte geblieben sind.

Kommende Ausstellungen

Untitled (History over Opera House Surrounded by Signs and Flags), 1987

Matt Mullican: 12.6. – 16.10.2016

Wenn im Juni 2016 die Manifesta in Zürich Station macht, zeigt das Kunstmuseum Winterthur mit dem amerikanischen Künstler Matt Mullican einen der wichtigen Anreger der jüngeren Kunstszene. Was für eine Welt repräsentiert ein Bild, fragt er sich. Was heisst es, wenn man auf die Darstellungskraft einer Comic-Zeichnung vertraut, sie wörtlich versteht und daraus eine mögliche Wirklichkeit konstruiert? Für Matt Mullican ist jedes Bild, jedes Ding Teil einer Kosmologie. Er beschäftigt sich mit fiktiven Weltmodellen, die er auf verschiedenste Weise anschaulich macht. Setzt Mullican einerseits Zeichen in die Welt und verbreitet sie auf Glasfenstern, Steinplatten, Postern, Bannern, so sucht er andererseits Spuren der Wirklichkeit festzuhalten. Neben wichtigen älteren Werken, die in sein Denken einführen, werden neue Arbeiten zu sehen sein, für die Mullican das Material dem Internet entnimmt.

Veranstaltungen

Kunstgenuss
Über Mittag bietet das Kunstmuseum Winterthur ein besonderes Vergnügen: Unter fachkundiger Führung begegnen die Besucher ausgesuchten Werken aus der Sammlung oder aus einer aktuellen Ausstellung.

Alle drei Wochen, mittwochs jeweils 12.15 – 13.00 Uhr

4. Mai
Arp und Tucker im Dialog mit der Sammlung
Mit Astrid Näff

25. Mai
Il concetto: Die Zeichnung als Ideenfindung
Italienische Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung
Mit Simona Cuccio

22. Juni
Matt Mullican: Ein Weltmodell in Bildern
Mit Astrid Näff

6. Juli
Das Gebäude feiert Geburtstag
Mit Astrid Näff

Kunstspaziergang
Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren dürfen mit Annika De Tomasi zusammen rätseln, malen, kleben und weitere Techniken ausprobieren. Aufgrund der beschränkten Platzzahl ist eine Anmeldung erforderlich.

Nächster Kunstspaziergang: 22. Mai, 13.30 Uhr im Kunstmuseum Winterthur

Museumskonzert
Die Arpiade von Wladimir Vogel für Chor und Instrumente - sowie Gedichte von Hans Arp
(Bachelorchor der ZHdK, unter der Leitung von Beat Schäfer)
Zur Ausstellung Hans Arp, Sonntag 22. Mai 2016, 10.30 Uhr

Darüber hinaus finden regelmässig Führungen am Dienstagabend sowie am Sonntagmittag statt.

Werke von Hans Arp und William Tucker treffen auf die Sammlung | Foto: Reto Kaufmann

Kunstverein Winterthur

Der Kunstverein Winterthur ist Träger des Kunstmuseums Winterthur. Seine über 2000 Mitglieder stärken durch ihre Solidarität seine Anliegen in der Öffentlichkeit, und ihre Beiträge bedeuten eine wichtige Unterstützung für seine Tätigkeit.

Als Mitglied des Kunstvereins Winterthur erwarten Sie zahlreiche Vorteile: Sie werden zu den Ausstellungen und Veranstaltungen im Kunstmuseum Winterthur eingeladen und geniessen freien Eintritt.

http://www.kmw.ch/traegerschaft/kunstverein