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Schweizerischer Kunstverein
Kunstmuseum Winterthur

Das Kunstmuseum Winterthur ist eines der grossen Schweizer Kunstmuseen. Im intimen Rahmen seines Altbaus und den lichterfüllten Räumen seines Erweiterungsbaus präsentiert es eine Sammlung von hoher Qualität, die vom Impressionismus über die klassische Moderne bis in die Gegenwart führt.

Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen der Veränderung. Zum einen legt Direktor Dieter Schwarz Ende Juni sein Amt nach 27 Jahren nieder. Zum anderen startet die Umsetzung des Städtischen Museumskonzept und damit die Zusammenführung des Kunstmuseums Winterthur und des Museum Oskar Reinhart zu einem einheitlichen Museumsbetrieb.

Aktuelle Ausstellungen

Ausstellungsansicht | ©Reto Kaufmann, Zürich
Antonio Calderara, La Sposa, 1959

Antonio Calderara (1903 – 1978)
bis 1. Mai 2017

«Ich möchte das Nichts malen, welches das Ganze sei, das Schweigen, das Licht, ich möchte das Unendliche malen.» In diesen Worten beschrieb der norditalienische Maler zu Beginn der 1960er Jahre sein Ziel. Nicht die Gegenüberstellung von Gegenständlichkeit und Ungegenständlichkeit interessierte Antonio Calderara, sondern die Darstellung von Essentiellem im abstrakten Bildraum.

In den meist kleinformatigen Werken übertrug Calderara die gegenständliche Welt in präzise Kompositionen, in harmonisch gefügte geometrische Flächen. Die formalen Eigenschaften von Farbe, Licht und Raum hatte der Künstler bereits in seinen figurativen Bildern genau eingesetzt. Damals entstanden Gemälde nach Motiven aus seinem eigenen Lebensumfeld, seiner Familie, einzelnen Gegenständen oder dem Ortasee, wo er seit jeher seine Sommermonate verbrachte. Die Landschaft des Ortasees hallt auch in den abstrakten Bildern nach. Eine grosse Rolle spielt dabei das Licht, das Calderara in Gemälden wie in Aquarellen mittels feiner Lasuren zur Entfaltung bringt.

Die Winterthurer Ausstellung, kuratiert von Simona Ciuccio, folgt auf die etwas anders zusammengestellte Schau im Museo d’arte della Svizzera italiana in Lugano. Sie zeigt Gemälde aus allen Schaffensjahre, wobei der Phase zwischen Ende 1950er und Anfang 1960er Jahre besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

 

Tipp:
Buchvernissage mit Ausstellungsrundgang
Samstag, 1. April um 15 Uhr


Einblicke in die Ausstellung | ©Reto Kaufmann, Zürich | ProLitteris

Joel Shapiro | Floor Wall Ceiling
bis 17. April 2017

Der 1941 geborene Joel Shapiro ist einer der herausragenden amerikanischen Bildhauer der letzten Jahrzehnte. Die Ausstellung ist keine umfassende Retrospektive, sie geht vielmehr auf drei wichtige Momente von Shapiros Werk ein. Zu sehen ist eine Auswahl der berühmten frühen Bodenskulpturen, an denen sich der Uebergang zu deutlicher figürlich ausgerichteten Arbeiten beobachten lässt. Ein zweites Kapitel bilden die Holzreliefs von 1979–1980, deren knappe Formulierungen erneut die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern Raum erhalten. Am weitesten geht die grosse Arbeit Float, in der wenige farbige, im Raum schwebende Elemente in Beziehung zueinander gebracht werden.

Der Titel der Ausstellung, Floor Wall Ceiling, rührt davon her, dass Shapiros Skulpturen den ganzen Raum bespielen: Sie stehen nicht bloss auf dem Boden, oft haben sie die Wand als Basis oder hängen von der Decke. Shapiro sucht dabei nicht die Effekte des Mobiles, vielmehr interessiert ihn, wie die Schwerkraft bei der Arbeit als Faktor mitspielt.

Tipp:
Führung mit Direktor Dieter Schwarz
Mittwoch, 15. März um 12.15 Uhr

Wandbilder im Treppenhaus Automne und Printemps

Einblick in die Ausstellung ©Reto Kaufmann, Zürich

Ker-Xavier Roussel | L’après-midi d’un faune
bis 2. April 2017

Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs «100 Jahre Kunstmuseum Winterthur» ehrt diese Ausstellung den französischen Maler Ker-Xavier Roussel, den Schöpfer der Wandbilder im Treppenhaus des Museums, die dem Aufgang zu den Austellungsräumen sein Gepräge geben.

Wie Bonnard, Vuillard und Vallotton gehörte Roussel zum Kreis der Nabis, die sich um 1890 zusammen fanden, um eine neue Malerei zu lancieren. Dazu gehörte das Interesse an der Übernahme dekorativer Aufgaben wie der Gestaltung von Räumen.

Die Entstehungsegeschichte dieser Bilder wird in der Austellung anhand einer grossen Zahl zuvor nie oder nur selten gezeigter Studien erzählt. Die Ausstellung zeigt daneben aber auch noch eine andere Seite Roussels, der nach der Nabis-Zeit künstlerisch seine eigenen Wege ging.  Der einer Dichtung Stéphane Mallarmés entlehnte Titel spielt auf die zeitlose Atmosphäre von Roussels Werken an, auf die tagtraumartige Stimmung seiner arkadischen Landschaften, in denen Faune und Nymphen ihr Wesen treiben. Unbeirrt von den Umbrüchen der Epoche, in der er lebte verfolgte Roussel seine mythologischen Themen bis in die 1940er Jahre. Neben seinen anspruchsvollen Dekorationsprojekten erweist sich Roussels Meisterschaft gerade in den kleinen Formaten – sei es auf Leinwand, sei es auf Papier –, die durch die zeichnerische Formulierung und die frische Farbigkeit überraschen.

Für die Ausstellung zeichnen gemeinsam verantwortlich Mathias Chivot, Archives Vuillard et Roussel, Paris und Dieter Schwarz, Direktor Kunstmuseum Winterthur.

Tipp:
Führung mit Simone Kobler
Dienstag, 21. März um 18.30 Uhr

Sammlung

Beständige Sammlung im Altbau mit Werken von Hans Arp, Paul Klee, Claude Monet, Pablo Picasso, Vincent van Gogh | ©Serge Hasenböhler, Basel | ProLitteris

Die Sammlung des Kunstmuseums Winterthur ist aus Winterthurer Privatsammlungen entstanden, die auf den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückgehen. Ihnen sind die reichhaltigen Bestände an französischer Kunst zu verdanken. Zahlreiche Werke wurden dem Museum geschenkt oder vermacht – eine Tradition, die bis in die Gegenwart fortdauert. Zu nennen sind unter den Donatoren Georg Reinhart, Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler, E. Richard Bühler; ergänzt wurden ihre Schenkungen durch die Sammlung von Heinrich Wolfer-Sulzer, dessen Nachkommen die Werke 1973 und 2000 dem Museum übergaben. 1973 erhielt das Museum mit dem Legat Clara und Emil Friedrich-Jezler eine der bedeutenden frühen Schweizer Sammlungen von Kunst der klassischen Moderne.

Veranstaltungen

Kunstgenuss
Über Mittag bietet das Kunstmuseum Winterthur ein besonderes Vergnügen: Unter fachkundiger Führung begegnen die Besucher ausgesuchten Werken aus der Sammlung oder aus einer aktuellen Ausstellung. Alle drei Wochen, mittwochs jeweils 12.15 – 13.00 Uhr

Demnächst: 15. März | Joel Shapiro mit Direktor Dieter Schwarz

 

Kunstspaziergang
Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren dürfen mit Annika De Tomasi zusammen rätseln, malen, kleben und weitere Techniken ausprobieren. Aufgrund der beschränkten Platzzahl ist eine Anmeldung erforderlich

Demnächst:  19. März |  Joel Shapiro mit Annika De Tomasi

 

Führungen
Es finden in regelmässigen Abständen Führungen am Dienstag, um 18.30 und am Sonntag, um 11.30 Uhr statt. Mehr Informationen über kommende Führungen finden Sie hier

Ausblick | Kommende Ausstellungen

Calder to Kelly
Die amerikanische Sammlung
21.Mai bis 13. August 2017


Jean Fautrier
26. August bis 12. November 2017

 

Christoph Eisenring
Manor-Kunstpreis Kanton Zürich
Ab 24. November 2017

Kunstverein Winterthur

Der Kunstverein Winterthur ist Träger des Kunstmuseums Winterthur. Seine über 2000 Mitglieder stärken durch ihre Solidarität seine Anliegen in der Öffentlichkeit, und ihre Beiträge bedeuten eine wichtige Unterstützung für seine Tätigkeit.

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