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Schweizerischer Kunstverein
Kunstmuseum Thun

Mit jährlich vier bis fünf Wechselausstellungen präsentiert das Kunstmuseum Thun vorwiegend zeitgenössische Kunst. Neben thematisch und monografisch ausgerichteten Sonderausstellungen wird pro Jahr eine Sammlungsausstellung eingerichtet, die einen Teil der reichen Bestände unter einem besonderen Blickwinkel präsentiert. Die Sammelwerke werden stets neu arrangiert und wiederentdeckt: Es findet ein Dialog zwischen der Kunst der Vergangenheit und der Kunst der Gegenwart statt. Zeitgenössische Arbeiten werden auf ihre historischen Wurzeln hin untersucht. Die Präsentation von aktuellen Positionen und vielfältigen, internationalen und nationalen Tendenzen haben das Museum über die Region hinaus etabliert. Die Kunstvermittlung hat im Museum ihren festen Platz: Generationenübergreifend unterstützt ein breites Angebot bei der Entzifferung der Sprache der Kunst und lässt Raum für eigene Deutungen.

Ein weiteres Fenster bietet der Projektraum enter. Darin werden neben den Hauptausstellungen jeweils kleinere Projekte realisiert und ausgestellt. Es sind vor allem künstlerische Experimente oder Einblicke in aktuelle Forschungsansätze. Oftmals entstehen diese Projekte in Zusammenarbeit mit Universitäten oder sozialen Organisationen.

Das Kunstmuseum Thun verfügt über eine breite Sammlung an Kunstwerken, die aus einem Grundstock der städtischen Sammlung sowie privaten Schenkungen besteht. Ein Schwerpunkt liegt unter anderem auf Schweizer Pop Art, Landschaften, sowie auf Werken regionaler Künstler. Teile der Sammlung des Kunstmuseums Thun werden jährlich in unterschiedlichen Kontexten eingebettet und in einem Dialog mit zeitgenössischem Schaffen ausgestellt. Darüber hinaus wird das Thun-Panorama im Schadaupark als Depositum der Gottfried Keller-Stiftung vom Kunstmuseum Thun geführt.

www.kunstmuseumthun.ch

Aktuelle Ausstellung



Fotos: Dominique Uldry

Der Kontinent Morgenthaler. Eine Künstlerfamilie und ihr Freundeskreis

5. September – 22. November 2015

 

Das Kunstmuseum Thun zeigt mit der Ausstellung Der Kontinent Morgenthaler. Eine Künstlerfamilie und ihr Freundeskreis das Schaffen und das grosse Beziehungsnetz der aus dem Bernbiet stammenden Künstlerfamilie. Die Ausstellung verbindet drei Generationen der Familie und spannt den Bogen von der Malerei über die Literatur, die Musik und angewandte Kunst bis hin zur Wissenschaft.

Die aus dem Bernbiet stammende Künstlerfamilie Morgenthaler lebte im frühen 20. Jahrhundert inmitten eines grossen Beziehungsnetzes, in dem sich wichtige künstlerische und geistige Strömungen der Zeit begegneten und gegenseitig beeinflussten. Ausgehend vom Maler Ernst Morgenthaler, er gehört zu den wichtigsten figurativen Malern der Schweizer Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und seiner Frau Sasha Morgenthaler-von Sinner, die mit ihren Sasha-Puppen weltberühmt wurde, zeigt die Ausstellung Der Kontinent Morgenthaler ein generationenübergreifendes und lebendiges Familien- und Künstlerfreundschaftsgeflecht.

Durch den grossen Freundeskreis der Familie wird in der Ausstellung der Bogen von der Malerei über die Literatur, Musik, angewandte Kunst bis in die Wissenschaft gespannt. Erstmals dokumentiert und illustriert sie so die engen Verbindungen und den Austausch unter den einzelnen Mitgliedern sowie ihrem grossen Freundeskreis. Denn beides, das familiäre und das künstlerische Netzwerk, trugen zum Entstehen der jeweiligen Lebenswerke bei. Zum engen Bekanntenkreis gehörten Persönlichkeiten wie die Maler Cuno Amiet, Paul Klee und Johann von Tscharner, die Bildhauer Karl Geiser und Hermann Hubacher, die Schriftsteller Hermann Hesse und Robert Walser, der Komponist Othmar Schoeck und Arthur Honegger und der Physiker Wolfgang Pauli.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (D). Herausgegeben vom Kunstmuseum Thun, Helen Hirsch, und Pascal Barbe
Kunstmuseum Thun und Verlag Scheidegger & Spiess.  Mit einem Vorwort von Helen Hirsch und Beiträgen von Pascal Barbe, Steffan Biffiger, Regina Bucher, Sophie Cailleux, Lucas Marco Gisi, Anna Lehinger, Katrin Luchsinger, Jan Morgenthaler, Maya Nadig, Roger Perret und Eva Wiederkehr Sladeczek. Gestaltet von Grafikbüro Bonbon, Zürich.

Kommende Veranstaltungen

Sonderführung mit Steffan Biffiger

28. Oktober 2015, 18.15 – 19.15 im Kunstmuseum

Steffan Biffiger ist Kunsthistoriker und Nachlassverwalter von Ernst Morgenthaler und zeigt mit einem grossen Fachwissen interessante Hintergründe auf.

Anmeldung erwünscht: kunstmuseum(at)thun.ch / T 033 225 84 20

Suppentheater. Der Kontinent Morgenthaler für Gross und Klein

1. November 2015, 10:30 – 12 Uhr im Kunstmuseum

Prisca Beuchat entwickelt vor ausgewählten Originalen in der Ausstellung Szenen mit Sasha-Puppen und Objekten, die das Beziehungsnetz der Familie Morgenthaler am Küchentisch mit Suppentopf lebendig machen. Da kommt zum Beispiel Paul Klee auf eine Buchstabensuppe vorbei. Das rote Buch von C.G. Jung dient als Kochbuch für Träume. Max Bill dreht sich um seine eigene Form. Ernst Morgenthaler begegnet dem Fettauge. Sasha Morgenthaler schöpft aus dem Vollen. Im Anschluss an die rund halbstündige Aufführung  ist das Publikum eingeladen selber mit Sasha-Puppen theatralische Szenen in Auseinandersetzung mit den ausgestellten Werken zu skizzieren und lernt so auf originelle Art und Weise die Ausstellung kennen. 

Anmeldung erwünscht: kunstmuseum(at)thun.ch / T 033 225 84 20

Foto Ian G. C. White

Öffentliche Führung

4. November 2015, 18:15 – 19:15 Uhr im Kunstmuseum

Die öffentliche Führung mit Katrin Sperry, wissenschaftliche Assistentin erläutert unterschiedliche Punkte in der Ausstellung und zeigt Hintergründe und Verlinkungen. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung und Reservation möglich.

Erzählcafé: Geschichten rund um Sasha-Puppen und Kinderzeichnungen

8. November 2015, 15 Uhr im Kunstmuseum

Ein Erzählcafé mit Anna Lehninger, Spezialistin für Kinderzeichnungen, Universität Zürich; Heidi Brand, Spielzeugmuseum Zürich; Sara Smidt, Kunstvermittlerin

Anmeldung erwünscht: kunstmuseum(at)thun.ch / T 033 225 84 20

Kinderworkshop mit Franziska Keusen
15. November 2015, 10.30 – 12 Uhr im Kunstmuseum

Der Kinderworkshop mit der Kunstvermittlerin Franziska Keusen geht auf spannende und kreative Weise auf die Ausstellung Der Kontinent Morgenthaler ein. Für Kinder ab 5 Jahre.

Anmeldung erwünscht: kunstmuseum(at)thun.ch / T 033 225 84 20

Öffentliche Führung mit Gebärdendolmetscherin

15. November 2015, 10:30 – 12 Uhr im Kunstmuseum

Die öffentliche Führung erläutert unterschiedliche Punkte in der Ausstellung, zeigt Hintergründe und Verlinkungen. Durch die Ausstellung führt Anja Seiler, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Janet Fiebelkorn, Gebärdendolmetscherin. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung und Reservation möglich.

Partner: IGGH

Finissage und Sonderführung mit Jan Morgenthaler

22. November 2015, 11:15 – 12:15 Uhr im Kunstmuseum

Jan Morgenthaler (*1956), der Enkel von Sasha Morgenthaler, führt zum Abschluss der Ausstellung als Familienmitglied durch die Ausstellung. Zurzeit arbeitet Jan Morgenthaler als Publizist, Autor und Kurator im Bereich Theater, Film und Bildende Künste in Zürich und in Esfahan (Iran).

Anmeldung erwünscht: kunstmuseum(at)thun.ch / T 033 225 84 19

Ausblick 2015



Bettina Grossenbacher, Embraced by the monsoon, 2015, courtesy die Künstlerin

Cantonale Berne Jura 2015

12. Dezember 2015 – 24. Januar 2016
Vernissage: 12. Dezember, ab 11 Uhr

Die Cantonale Berne Jura steht im Zeichen interkantonaler Zusammenarbeit. Sie will das Kunstschaffen der Region verstärkt fördern und präsentieren. Vor fünf Jahren lancierten acht Kunsthäuser und Museen aus den Kantonen Bern und Jura die gemeinsam organisierte Weihnachtsausstellung Cantonale Berne Jura. Verteilt auf die verschiedenen Institutionen bietet die Cantonale Berne Jura 2015 den Künstlerinnen und Künstlern eine wichtige und breite Plattform und präsentiert dem Publikum die Vielfalt des bernischen und jurassischen Kunstschaffens. Seit 2014 wird die Cantonale Berne Jura im Kunstmuseum Thun thematisch kuratiert.

Ausgewählte Künstlerinnen und Künstler:

Baum / Jakob (Jacqueline Baum, Ursula Jakob), Peter Clemens Brand, Tashi Brauen, Pascal Danz, Marco Eberle, Beat Feller, Sara Gassmann, Bettina Grossenbacher, Laura Grubenmann, Béatrice Gysin, Arno Hassler, Mirjam Helfenberger, Andrea Heller, Béatrice Hofer-Gysin, Géraldine Honauer, Meret Knobel, Lipp & Leuthold (Reto Leuthold, Paul Lipp), Line Marquis, Philippe Queloz, Nadin Maria Rüfenacht, Inga Steffens, Reto Steiner, Sébastien Strahm, Michael Streun, Lukas Veraguth, Jost von Allmen

Open Ateliers

12. Dezember, 13 – 17 Uhr

Am Tag der Vernissage der interkantonalen Weihnachtsausstellung Cantonale Berne Jura 2015, laden 30 Kunst, Design, und Kulturschaffenden aus Thun und der Region das Publikum in ihre Ateliers ein. Kunstinteressierte erhalten Gelegenheit, die Künstlerinnen und Künstler kennenzulernen und einen Einblick in deren Arbeitsalltag und die Kunstproduktion zu bekommen.

Neue Website

Das Kunstmuseum Thun und Thun-Panorama präsentieren sich seit Sommer 2015 mit neuer Webseite: Werfen Sie einen Blick darauf!

www.kunstmuseumthun.ch

Gestaltung B&R (Website)

Thun-Panorama

Aussenansicht, Foto: Dominique Marc Wehrli, La Chaux-de-Fonds
Innenansicht mit Panoramagemälde von Marquard Wocher, Foto: Ian G. C. White

Der Basler Künstler Marquard Wocher erschafft von 1809 bis 1814 das erste Panorama der Schweiz. Fasziniert vom Berner Oberland entwirft er ein Rundbild von 38 m Lauflänge der Kleinstadt Thun und dessen Umgebung, mit Blick bis in die Alpen des Berner Oberlands. Detailreich wirft dieses Bild einen Blick auf das Thuner Alltagsleben vor 200 Jahren und wird mit den unzähligen Geschichten zu einem Wimmelbild für Gross und Klein. Heute ist das Panorama das älteste Rundbild der Welt und ist ein Depositum der Gottfried Keller-Stiftung.

Die Dauerausstellung 360° vermittelt in vier Kapiteln Hintergründe zum Panorama: Der „Hauptprotagonist“ des Panoramas, der Künstler Marquard Wocher wird hier vorgestellt. Ein Kapitel gibt Einblicke in die Entstehung des Panoramabildes, verfolgt das Schicksal des Gemäldes bis heute und macht seine damalige Beliebtheit verständlich. Und eine Station ist den unzähligen Geschichten auf dem Bild gewidmet, die von der damaligen Zeit erzählen.

Mitten im Thuner Schadaupark befindet sich die von Karl Keller erbaute Rotunde aus den 60er Jahren. Mit seiner Backsteinfassade ist er eigens für das Panoramagemälde gefertigte Rundbau eine Erscheinung im Park. Im Jahr 2014 wurde die Rotunde saniert und mit einem neuen Erweiterungsbau der Architekten Graber & Steiger wieder eröffnet.

Weitere Infos: www.thun-panorama.ch

Förderverein

Der Förderverein Kunstmuseum Thun unterstützt das Museum und das Thun-Panorama in all seinen Belangen: Mit wesentlichen Ankäufen wird die Sammlung bereichert, ambitionierte Publikationen und Ausstellungen werden durch Beiträge ermöglicht. Der Förderverein ist ein lebendiger Verein, der seinen Mitgliedern eine intensive Auseinandersetzung mit Kunst bietet mittels Führungen, Kunstreisen oder Begegnungen mit Kunstschaffenden.

1959 wurde der Förderverein unter dem Namen Vereinigung der Freunde der Kunstsammlung Thun gegründet, um die Sammlungstätigkeit des Kunstmuseums zu unterstützen. Einige Hauptwerke konnten auf diese Weise erworben werden. Die vom Förderverein erworbenen Werke werden dem Museum als Dauerleihgaben anvertraut und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Verein arbeitet eng mit der Museumsleitung zusammen. Er verhilft dem Kunstmuseum Thun auch mit speziellen Beiträgen an ausserordentliche Ausstellungen oder Publikationen zu zusätzlicher Attraktivität. So gelingt es dem Verein wesentlich dazu beizutragen, dem Kunstmuseum Thun und seiner Sammlung einen prominenten Platz in der Schweizer Museumslandschaft zu verschaffen. Tatkräftig unterstützt hat der Förderverein auch die Ermöglichung der im Jahre 2014 erfolgten Restaurierung des Rundgemäldes von Marquard Wocher.

Um seine Ziele zu erreichen, braucht der Förderverein des Kunstmuseums Thun vor allem eines: möglichst viele Mitglieder, Gönnerinnen und Gönner. Werden Sie Mitglied des Fördervereins!

Vorteile / Veranstaltungen: http://www.kunstmuseumthun.ch/de/foerderverein/