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Schweizerischer Kunstverein
Kunstmuseum Luzern
© Kunstmuseum Luzern

Mit ambitionierten internationalen Wechselausstellungen positioniert sich das Kunstmuseum Luzern unter den bedeutendsten Schweizer Kunstmuseen. Wichtige Positionen der zeitgenössischen Kunst werden engagiert und konsequent gezeigt. Sorgfältige Präsentationen der grossen Sammlung leisten einen Beitrag zur kulturellen Identität der Zentralschweiz. Das Kunstmuseum Luzern ist sich seiner herausragenden Rolle im kulturellen Leben und der damit verbundenen Verantwortung bewusst. Vernetzt mit anderen Institutionen, interessiert an gesellschaftlichen Anliegen und offen für ein breites Publikum trägt das Kunstmuseum Luzern zur Ausstrahlung der gesamten Region bei. Die Vermittlung von Kunst und die Förderung neuer Formate werden besonders gepflegt.

Als Institution von mittlerer Grösse fokussiert das Kunstmuseum Luzern mit seiner Sammlung auf Schweizer Kunst von der Renaissance bis zur Gegenwart. Das Kunstmuseum Luzern pflegt und erweitert die bestehende Sammlung, die auch als eines der kulturellen Archive der Zentralschweiz verstanden werden kann. Seit den 1970er Jahren werden aus den Wechselausstellungen auch Werke von internationalen Künstlerinnen und Künstlern angekauft. Diese Werke in der Sammlung spiegeln die bis heute international und zeitgenössisch ausgerichtete Ausstellungstätigkeit des Kunstmuseums Luzern.

www.kunstmuseumluzern.ch

Hans Emmenegger: «Jetzt will ich einmal schroff meinen Weg gehen», 05.07.-12.10.2014

Hans Emmenegger, Spiegelung auf dem Wasser, 1908/1909, Öl auf Leinwand, 85.5 x 150.5 cm, Kunstmuseum Luzern, Depositum der BEST Art Collection Luzern

Vom facettenreichen, ebenso schönen wie melancholischen Œuvre des gebürtigen Entlebuchers Hans  Emmenegger (1866-1940) befindet sich ein beachtlicher Teil in der Sammlung des Kunstmuseum Luzern. Als Maler „zwischen Böcklin und Hodler“ wurde er letztmals in den 1980er Jahren einem breiten Publikum gezeigt. Die kommende Ausstellung legt den Schwerpunkt nicht auf Vorbilder, Freunde oder Zeitgenossen, sondern auf das Einzigartige seiner Malerei. Hans Emmenegger malte Landschaften und Stillleben, vereinzelt Akte, Tier- und Architekturdarstellungen. Seine Bilder zeugen von einem wehmütigen Verlangen nach der „herrlich öden einsamen Gegend“ rund um den Vierwaldstättersee. Dabei sind seine Sujets oft berauschend modern: Hügel, die mit kahlen Bäumen bestanden sind, karge Schneeschmelzen oder schattige Waldausschnitte mit Sonnenflecken. Der Künstler arbeitet mit dekorativen Kontrasten und interessiert sich besonders für die optische Wirkung von Licht und Farbe. Mit nahezu hundert Werken, davon vierzig aus eigenen Beständen, bietet die Ausstellung einen umfassenden Überblick über das eigenwillige Œuvre dieses bedeutenden Malers.

kuratiert von Heinz Stahlhut, Mitarbeit Peter Suter

Ausstellung und Publikation werden unterstützt von der Luzerner Kantonalbank, Landis & Gyr Stiftung / Siemens Building Technologies, Alice Bucher Stiftung und Gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Luzern.

Zur Ausstellung erscheint die Monografie Emmenegger mit Texten von Patricia Bieder, Monika Brunner, Fanni Fetzer, Christian Klemm, Dominik Müller, Heinz Stahlhut und Peter Suter bei Snoeck, Hg. Kunstmuseum Luzern, d/e, ISBN 978-3-86442-089-4, CHF 42.– / für Mitglieder KGL CHF 35.–

Ins Offene! Landschaftsdarstellungen von Robert Zünd und Ferdinand Hodler bis Max von Moos, 08.03.-23.11.2014

Ferdinand Hodler, Das Breithorn, um 1911, Öl auf Leinwand, 67 x 89 cm, Kunstmuseum Luzern, Depositum der BEST Art Collection Luzern, vormals Bernhard Eglin-Stiftung

Luzern ist verwöhnt! Nicht nur der schöne See, sondern das gesamte Alpenpanorama liegt direkt vor der Tür. Dass diese Kulisse die Kunst schon immer prägte, spiegelt sich auch in der Sammlung des Kunstmuseums Luzern. Mit Ins Offene! rückt die diesjährige Sammlungspräsentation daher die Landschaft in den Fokus. Die Ausstellung bietet eine kleine Kunstgeschichte der Naturdarstellung: Der Spaziergang führt von Idylle, realistischer und symbolistischer Darstellung, bis hin zur Natur als Modell für die Abstraktion. Die Werke vermitteln nicht nur einen Einblick in die verschiedenen Stile, sie geben auch Auskunft über das Verhältnis des Menschen zur ihn umgebenden Natur. Die klassische Landschaftsdarstellung zeigt den Menschen als ihren Beherrscher und zugleich in ruhigem Einklang mit ihr. In Symbolismus und Expressionismus wird die Landschaft zu einem Spiegel der emotionalen Befindlichkeit: Erhaben, romantisiert, gefährlich oder unerreichbar erscheinen die Berge, Wälder und Seen. Im 20. Jahrhundert dienen landschaftliche Strukturen als Ausgangspunkt für abstrakte Bilder oder thematisieren in der Kunst der Nachkriegszeit Sehgewohnheiten und soziale Missstände.

kuratiert von Heinz Stahlhut

Roland Roos. Manor Kunstpreis Zentralschweiz, 14.06.-14.09.2014

Ausstellungsansicht „Roland Roos. Manor Kunstpreis Zentralschweiz 2014“, Kunstmuseum Luzern, Foto: Stefano Schröter

Der diesjährige Preisträger des Manor Kunstpreises Zentralschweiz Roland Roos (*1974) überzeugte die Jury durch seine griffigen Konzepte, bei denen er ernste Aussagen mit viel Intelligenz und Humor verknüpft. Das Grundprinzip seiner künstlerischen Arbeit beruht auf Prozessen: Er realisiert seine Ideen über längere Zeit hinweg, geht Kollaborationen mit anderen Kunst- und Kulturschaffenden ein, eignet sich handwerkliche Fertigkeiten an, und schafft so konzeptorientierte Kunst. Ob er als Kunstaktion unaufgefordert Dinge im öffentlichen Raum repariert oder aber eine komplette Wand des Ausstellungsraums um 180 Grad dreht, immer setzt sich der Künstler mit seiner Umwelt, dem Ort und der Gesellschaft auseinander und profiliert sich mit äusserst präzisen, oft auch kritischen künstlerischen Kommentaren.

Im Kunstmuseum Luzern hat Roland Roos ein Ausstellungskonzept der besonderen Art realisiert: In den Räumen des Museums entstand eine Produktionsstätte. Der Künstler ist vor Ort anwesend sein und schafft ein einzigartiges Kunsterlebnis. Inspiriert von der Idee einer Bildergeschichte, bestehend aus einzelnen prägnanten Bildern, produziert Roland Roos in seiner Fabrik Büchlein, wie sie im Kinderbuchhandel erhältlich sind. Sechs verschiedene Büchlein erzählen in einfachen Bildern die Geschichte seiner sechs wichtigsten Projekte und vereinen so eine Retrospektive im Kinderbuchformat. Während seiner dreimonatigen Ausstellung ist Roland Roos von Dienstag bis Freitag vor Ort anwesend und stellt mit seiner Belegschaft Kinderbüchlein her, welche direkt aus dem Museum ins Sortiment von Manor gelangen.

kuratiert von Lena Friedli

Die Ausstellung wird unterstützt von Manor, Casimir Eigensatz Stiftung und Stadt Zürich.

Gabriele Basilico. Urbanscapes, 27.09.-23.11.2014

Gabriele Basilico, Milano, 2005, Inkjetprint, 104 x 134 cm © Gabriele Basilico / Studio Gabriele Basilico, Milano

Gabriele Basilico (1944-2013) gehörte zu den wichtigsten Vertretern der Architekturfotografie. Nach einem Studium in Architektur begann er in den 1970er Jahren den Wandel der urbanen Landschaft zu fotografieren. Sein Interesse galt der Stadtlandschaft und seine Bilder zeigen die Moderne und ihre Architektur in schönstem Licht. Bekannt wurde er durch Schwarzweissfotos von Industriebauten an der Mailänder Peripherie, für die er sein Objektiv auf isolierte Elemente wie Kamine oder Fassaden richtete. Seine kühl-eleganten Fotos sind betont sachlich und menschenleer. Er dokumentierte die Veränderungen europäischer Hafenstädte ebenso wie die Zerstörung Beiruts im Bürgerkrieg. Der Architekt Aldo Rossi sagte, kein anderer Fotograf habe „mit seinen Bildern die Typologien des Städtebaus“ so eindringlich sichtbar gemacht. Der 2013 gegründete Luzerner Verein Fotokammer hat sich zum Ziel gesetzt, die analoge Fotografie ohne nostalgische Verklärung zu würdigen. Mit Gabriele Basilico widmet der Verein in Kooperation mit dem Kunstmuseum Luzern einem international renommierten Fotografen nach dessen Tod eine erste Einzelausstellung in der Schweiz.

in Kooperation mit dem Verein Fotokammer

kuratiert von Marco Meier

Zur Ausstellung erscheint der Katalog Gabriele Basilico. Urbanscapes mit Texten von Gabriele Basilico, Giovanna Calvenzi, Roger Diener und Marco Meier bei SKIRA, Hg. Kunstmuseum Luzern und Verein Fotokammer Luzern, d/e, ISBN 978-88572-261-49, CHF 29.– / für Mitglieder KGL CHF 25.–

Kunstgesellschaft Luzern

Rechtliche Trägerin des Kunstmuseums Luzern ist die Kunstgesellschaft Luzern. 1819 mit dem Zweck gegründet, Künstlerinnen, Künstlern und Kunstinteressierten ein Forum zu schaffen und mittelfristig Räumlichkeiten für Ausstellungen zu verwirklichen, eröffnete die Kunstgesellschaft 1933 im von Armin Meili gebauten Kunst- und Kongresshaus ein eigenes Museum. Heute zählt die Kunstgesellschaft Luzern rund 2500 Mitglieder. Ohne die Mitglieder der Kunstgesellschaft sind die vielfältigen Ausstellungen, das abwechslungsreiche Begleitprogramm, die Erweiterung der Sammlung und die fundierten Publikationen nicht realisierbar.

Ob im Gespräch, bei Ideen oder Projekten, immer bemüht sich das Kunstmuseum um grosse Offenheit. Das Kunstmuseum Luzern ist ein Ort der Auseinandersetzung mit wichtigen Themen der Gegenwart. Die Mitglieder der Kunstgesellschaft Luzern sind das direkte Umfeld des Kunstmuseums und prägen diese Diskussionen wesentlich mit. Mitglieder der Kunstgesellschaft Luzern haben freien Eintritt ins Kunstmuseum Luzern sowie zahlreiche weitere Kunstinstitutionen in der ganzen Schweiz. Sie erhalten Ermässigung auf Publikationen und Editionen des Kunstmuseums Luzern.

Kunstgesellschaft Luzern