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Schweizerischer Kunstverein
Kunsthaus Grenchen
Kunsthaus Grenchen, vis-à-vis vom Bahnhof Grenchen Süd. © KHG, Foto: Jiří Vurma

Das Kunsthaus Grenchen nahm, getragen von der Stiftung Kunsthaus Grenchen, seinen Ausstellungsbetrieb 1984 in der Villa Girard (19. Jh.) auf. Mit dem 2008 realisierten Erweiterungsbau (ssm architekten ag, Solothurn) konnte das Kunsthaus Grenchen um einen grossen stützenfreien Ausstellungsraum, Depoträumlichkeiten und ein grosszügiges Foyer erweitert werden.

Jährlich zeigt es vier bis sechs Wechselausstellungen im Bereich der zeitgenössischen Kunst, welche einzelnen Schweizer Künstler_innen gewidmet sind oder aktuelle Themen in Gruppenausstellungen aufgreifen. Kooperationen mit anderen Institutionen, Sammlungspräsentationen sowie die biennal stattfindende, nationale Ausstellung für Druckgraphik IMPRESSION gehören ausserdem zum festen Programm.

Die Sammlung umfasst rund 17‘000 Werke: Neben Malerei und Plastik bildet Druckgraphik den eigentlichen Schwerpunkt, was sich auch im Ausstellungsprogramm wiederspiegelt.

Der Kinder-Kunst-Klub «Druckknöpfe» und ein Rahmenprogramm zu jeder Ausstellung begleiten das Ausstellungsjahr. Unmittelbar gegenüber des Bahnhofs Grenchen Süd liegt das Kunsthaus Grenchen verkehrsgünstig. Im hauseigenen Café und Museumsshop wird eine kleine Auswahl von Snacks, Getränken, Katalogen und Kunstwerken angeboten. Verschiedene Räumlichkeiten können für private Anlässe gemietet werden.

www.kunsthausgrenchen.ch

Aktuelle Ausstellung

Bildunterschrift: Cécile Wick, Mohn 2, 2017, Offsetlithographie auf Papier, 69 x 93 cm. © Cécile Wick

Cécile Wick – SUB ROSA. Druckgraphik und Zeichnungen

25. März - 17. Juni 2018

Cécile Wick (*1954) gehört zu den vielseitigsten Kunstschaffenden innerhalb der Schweizer Fotografie – nicht zuletzt weil sie die Bedingungen des Mediums stets unter anderen Vorzeichen auslotet. Es geht der Künstlerin nicht darum, die Welt dokumentarisch zu erfassen, «sondern Welt in Bild aufzulösen, bis hin zur Ungegenständlichkeit» (Martin Jaeggi). Dies erreicht sie durch unkonventionellen, experimentellen Einsatz der technischen Mittel. Das Resultat sind Fotografien mit ausgesprochen malerischen Qualitäten, für deren Umsetzung Cécile Wick immer wieder auch druckgraphische Verfahren verwendet.

Ergänzt um Zeichnungen aus den letzten Jahren gibt die Ausstellung einen Überblick über das druckgraphische Werk von Cécile Wick seit 2006. Erstmals werden Lithographien in Übergrösse mit Massen bis zu 152 x 250 cm zu sehen sein. Eigens für die Ausstellung hat sie zusammen mit dem Steindrucker Thomi Wolfensberger ein Verfahren entwickelt, das erlaubt, direkt auf die Wand im Ausstellungsraum zu drucken. Als temporäres Kunstwerk werden diese Bilder nach Ablauf der Ausstellung wieder verschwinden.

Zur Ausstellung erscheint in einer einmaligen Auflage von 220 nummerierten und signierten Exemplaren im Wolfsberg Verlag, Zürich, eine Edition in Buchform mit 16 Originallithographien; dazu das Werkverzeichnis der Druckgraphik von 2006 bis 2017 mit Texten von Markus Stegmann und Claudine Metzger. Bei den Lithographien handelt es sich um die Bilder, welche die Künstlerin in der Ausstellung als temporäres Kunstwerk direkt auf die Wand gedruckt hat. Sie repräsentieren als eigenständige Kunstwerke auf Papier den nach Ausstellungsende unwiederbringlich zerstörten Wanddruck.

Arno Hassler, Terraces (aus 12-teiliger Serie), 2015, Heliogravüre auf Büttenpapier, 38 x 44 cm. © Arno Hassler

Sammlungsausstellung zum Thema Fotografie und Druckgraphik

25. März - 17. Juni 2018

In ihrer Sammlung beherbergt die Stiftung Kunsthaus Grenchen rund 17‘000 Kunstwerke. Die meisten davon sind Druckgraphiken. Parallel und in Anlehnung an die Ausstellung von Cécile Wick wird in der Villa Girard eine Auswahl präsentiert, die die Auseinandersetzung mit dem Fotografischen und Malerischen in der Druckgraphik sucht. Unter anderem mit Werken von Christian Gonzenbach, Arno Hassler, Cécile Hummel und Gerhard Richter.

Vorschau

Prominent? Andy Warhols «Goethe» und andere Berühmtheiten
In Kooperation mit Triennale Grenchen

19. August - 28. Oktober 2018

Das Streben nach den sprichwörtlichen 15 Minuten Ruhm hat im Mobiltelefon mit Fotofunktion und im Selfiestick praktische Erfüllungsgehilfen gefunden. Das Porträt als alte Gattung der Kunst erlebt damit einen überraschenden Boom und eine ungeahnte Popularisierung. In Kooperation mit der Triennale Grenchen und ausgehend von Andy Warhols «Goethe» (1981) aus der Sammlung des Kunsthauses Grenchen zeigt die Ausstellung Porträts seit den 1960er Jahren. Fragen nach dem Verhältnis von Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung werden genauso Thema sein wie nach der Funktion von öffentlichen und privaten Bildnissen. Unter anderem mit druckgraphischen Werken von Franz Gertsch, Urs Lüthi, Markus Raetz, Annelies Štrba und einem Video von Pipilotti Rist.

 

Von Menschen und Dingen
100 Jahre Schweizerische Graphische Gesellschaft (SGG) in Kooperation mit dem Kunstmuseum Olten

19. August - 28. Oktober 2018

Das Kunsthaus Grenchen ist 2016 als Mitglied in die Schweizerische Graphische Gesellschaft aufgenommen worden. 1918 zum Zweck der Förderung zeitgenössischer, vornehmlich schweizerischer Originalgraphik gegründet, feiert die Gesellschaft ihr 100-jähriges Jubiläum mit Ausstellungen in verschiedenen Häusern ihrer Mitglieder und einer Publikation. Die Ausstellung wird durch die Kooperation mit dem Kunstmuseum Olten ermöglicht, das im Gegensatz zum Kunsthaus Grenchen als eines der ersten Mitglieder der SGG über einen vollständigen Satz der Jahresgaben verfügt.

Unter anderem mit Werken von Anton Bruhin, Katharina Fritsch, Alex Hanimann, Christian Marclay, Mai Thu Perret und Rosemarie Trockel.

Patricia Bucher, Ohne Titel, 2016, Aquarell, Filzstift und Linoldruckfarbe auf Papier, 24 x 32 cm. © Patricia Bucher

Patricia Bucher – don’t answer the door
Kelims, Reliefs und Arbeiten auf Papier

25. November 2018 - 17. Februar 2019

Patricia Bucher (*1976) befasst sich mit der Entwicklung einer formalen Bildsprache, deren Grundbestandteile Formen mit elementarem Charaktersind. Oft greift sie dafür auf bestehende Schriftsysteme, Symbole, Zeichen oder Piktogramme zurück, die sie verändert, abwandelt oder neu zusammensetzt. Daraus entsteht eine Formensprache, die gleichzeitig abstrakt und gegenständlich, gleichzeitig modern und archaisch ist. Zu grösseren Kompositionen zusammengefügt und schliesslich in Aquarellen, Webteppichen, Wandmalereien oder Holzreliefs umgesetzt, suggerieren die Werke eine Inhaltlichkeit, die allerdings nicht eindeutig lesbar ist. Auf diese Weiseregen die Werke die Fantasie an und evozieren eine Vielzahl an Geschichten, die sowohl auf eine mythische Vergangenheit als auch auf zeitgenössische Aktualität verweisen könnten. Die Ausstellung im Neubau versammelt neueste Arbeiten in einer raumspezifischen Präsentation.

 

Theodor Bally – Schwerpunkt Variation: Das Erproben der reinen Form
Gemälde, Reliefs, Arbeiten auf Papier und Skulpturen
25. November 2018 - 17. Februar 2019

Der Solothurner Theodor Bally (1896–1975) ist ein Künstler aus dem Umfeld der konkreten Kunst, den es neu zu entdecken gilt. In die Familie der berühmten Schuhfabrikanten Bally geboren und finanziell unabhängig, entwickelte er sein Werk stets abseits des Ausstellungsbetriebs. Dies ist einer der Gründe, weshalb sein Schaffen, trotz seiner künstlerischen Eigenständigkeit bisher keine nachhaltige Wirkung erzielte. Bally beschäftigt sich seit den 1910er Jahren intensiv mit Kunst, wird unter anderem Schüler von Cuno Amiet, lässt aber ab 1935 die gegenständliche Malerei gänzlich hinter sich, um sich ausschliesslich mit Volumen, Fläche, Licht und Schatten zu beschäftigen. Er entwickelt ein Vokabular aus den Grundelementen Stab, Rechteck und Kreissegment, die er unter verschiedenartigen Gesichtspunkten, zumeist mittels fototechnischer Verfahren zu stets neuen, sich subtil entfaltenden Variationsreihen fügt. Die Ausstellung in der Villa Girard führt Ballys Schaffen anhand einer Auswahl von Gemälden, Reliefs, Arbeiten auf Papier und Skulpturen vor Augen. Es ist dies die erste grössere Präsentation seit den 1980er Jahren.

 

20m2 – Fenster ins Atelier von Lina Müller
25. November 2018 - 17. Februar 2019

In der Ausstellungsreihe «20m2 – Fenster ins Atelier von…» bietet das Kunsthaus Grenchen jungen Kunstschaffenden aus dem Kanton Solothurn eine Plattform zur Präsentation eines oder mehrerer Werke. Die Ausstellungen werden jeweils parallel zu den Hauptausstellungen im Marti-Schenk-Kabinett der Villa Girard präsentiert. Lina Müller (*1981), im Solothurnischen Jura aufgewachsen, begibt sich in ihren Malereien und Zeichnungen in traumartige und teils surreal anmutende Gefilde. In ihrer Ausstellung zeigt sie eine Auswahl ihrer jüngst während eines Atelierstipendiums in New York entstandenen Arbeiten.