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Schweizerischer Kunstverein
Kunsthaus Glarus

Das Kunsthaus Glarus bietet eine Plattform für die Präsentation schweizerischer und internationaler zeitgenössischer Kunst sowie der Sammlungsbestände des Glarner Kunstvereins und des regionalen Kunstschaffens. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich das Kunsthaus Glarus mit pointierten Positionen zeitgenössischer Kunst in der schweizerischen Museumslandschaft sowie der internationalen Kunstszene einen Namen gemacht und ist trotz seiner peripheren Lage zu einem der Zentren schweizerischer Gegenwartskunst geworden. Die Ausrichtung des Kunsthaus Glarus verfolgt das Schaffen von Künstlerinnen und Künstlern insbesondere einer jüngeren Generation, die noch nie oder kaum in institutionellen Kontexten der Schweiz gezeigt wurden. So hatten heute bekannte Schweizer Künstlerinnen und Künstler wie etwa Urs Fischer, Ugo Rondinone, Raphael Hefti, Kilian Rüthemann oder Vanessa Safavi ihre erste institutionelle Einzelausstellung im Kunsthaus Glarus. Ebenso konnten internationale Positionen erstmals im institutionellen Rahmen in der Schweiz gezeigt werden, so etwa Saadane Afif, Maja Bajevic, Nina Beier, Neil Beloufa, Peter Doig, Robert Kinmont oder Yorgos Sapountizis. Als einzige grössere Kunstinstitution im Kanton Glarus ist das Kunsthaus auch für das kunsthistorische Erbe der Region verantwortlich und baut kontinuierlich Brücken zwischen zeitgenössischen Positionen und den Sammlungsbeständen des Glarner Kunstvereins. 

Neben zeitgenössischer Kunst werden parallel Ausstellungen mit Bezug zur Sammlung des Glarner Kunstvereins gezeigt. Einmal jährlich organisiert der Glarner Kunstverein im Kunsthaus eine Ausstellung mit lokalen Kunstschaffenden. Es handelt sich um eine unjurierte Ausstellung, an der alle Kunstschaffenden der Region teilnehmen können und in deren Zusammenhang der Fokus- Preis vergeben wird. Die Preisträgerin, der Preisträger erhält die Gelegenheit, im Folgejahr ihre/seine Arbeit in einer Einzelausstellung zu präsentieren.

www.kunsthausglarus.ch

Sanierung Kunsthaus Glarus

„Man kann sagen, je lautloser und selbstverständlicher die Aufgabe erfüllt ist, desto besser ist der Bau“
Hans Leuzinger, Architekt Kunsthaus Glarus

Das Kunsthaus Glarus wird als eines der schönsten Kunsthäuser der Schweiz angesehen. Das 1952 gebaute Museum kommt nun in die Jahre. Der Sanierungs- und Erneuerungsbedarf ist ausgewiesen, in manchen Bereichen sogar akut. Die erwarteten Gesamtkosten, um das Kunsthaus Glarus wieder à jour zu bringen, betragen 3.2 Millionen Franken. Die Sanierung wird als sanfte Sanierung vorgenommen werden. Als Grundlage dient ein Denkmalpflegekonzept, das nach einem Ausschreibungsverfahren dem Büro Althammer Hochuli Architekten AG übergeben wurde. Im Bereich der Ausstellungen soll es weder auf Konzept- noch Raumebene Veränderungen geben. Hingegen soll die Sammlung mehr Platz erhalten und dadurch für die Besucherinnen und Besucher präsenter werden.

Der Glarner Kunstverein ist Träger des Gebäudes, ohne für die Finanzierung auf eigene Mittel zurückgreifen zu können. Die Zeichen stehen recht gut, dass die Landsgemeinde im kommenden Mai einen Kantonsbeitrag über die Hälfte der Sanierungskosten sprechen wird. Die andere Hälfte muss durch den Kunstverein organisiert werden. Bereits jetzt können wir auf eine breite Unterstützung zählen, doch fehlen derzeit noch rund eine halbe Million Franken, um nach erwarteter erfolgreicher Landsgemeinde mit der Sanierung zu beginnen. Der Glarner Kunstverein freut sich über jede weitere Unterstützung.

Nächste Ausstellungen

Birgit Megerle, Amelie, Weissensee, 2010.
Öl auf Leinwand, 125 x 95 cm. Courtesy the artist und Galerie Neu, Berlin
Jan Vorisek, Ghost eggs (Live, Dust, Repeat), 2015
Staubsaugerstaub, Holz, Metall, Elektrik, Farbe, Plastik, Audio, Print, Installation, Grösse variabel. Courtesy the artist

Unruly Relations

Jay Chung & Q Takeki Maeda, Selina Grüter & Michèle Graf, Birgit Megerle, Stuart Middleton, Stefan Tcherepnin, Ramaya Tegegne, Jan Vorisek

14.02.2016–08.05.2016

Vernissage: Samstag, 13.02.2016, 18 Uhr

 

Die Gruppenausstellung Unruly Relations setzt sich mit der Ambivalenz von Freundschaft als soziale Konstruktion, aber auch als Teil von künstlerischen Praktiken auseinander. Der Begriff der Freundschaft ist mit romantischen Vorstellungen aufgeladen, vieldiskutiertes soziales Modell der Gegenwart, wie auch ökonomisch und öffentlich vereinnahmtes Prinzip. So dient freundschaftliche Rhetorik der Schaffung von (digitaler) Gemeinschaft, die auf einen wirtschaftlichen Mehrwert angelegt ist. Nicht nur in dieser Sphäre, sondern auch im Privaten geht die Freundschaft über die romantisierte Vorstellung einer von Zweck befreiten Verbindung hinaus. Philosophische Theorien beschreiben Differenz und das Paradox der Einheit und gleichzeitig unüberwindbaren Distanz zwischen Du und Ich als Kern der Freundschaft. Die Widerspenstigkeit, Unkontrollierbarkeit und Möglichkeit des Scheiterns von Freundschaft steht ihrer Romantisierung und Ökonomisierung entgegen. Diese Mehrdeutigkeit freundschaftlicher Beziehungen bildet nicht nur einen sozialen Rahmenaspekt der Kunstwelt oder ein Thema von Kunstwerken selbst, sondern ist ebenso (un)produktives Moment künstlerischer Arbeit und bestimmend für Modelle gemeinschaftlicher Autorschaft. Die Ausstellung folgt keiner Theorie der Freundschaft, sondern stellt Fragen: Welche produktiven und unproduktiven Möglichkeiten des Scheiterns und Gelingens bietet die Freundschaft? Welche soziale und persönliche, aber auch ökonomische Relevanz steht der Freundschaft in der Kunst zu? In welcher Relation stehen Freundschaft und Autorschaft zueinander? Unruly Relations sind widerspenstige, unkontrollierbare (Ver-)bindungen; Freundschaften, die in den ausgestellten Werken auf ganz unterschiedliche Weise eine Rolle spielen. Widerspenstigkeit ist nicht nur Attribut jeder zwischenmenschlichen Beziehung, sondern auch der (diskursiven) Relation von Objekten, Materialien, Dingen und Narrativen untereinander. Das Scheitern oder Gelingen von Freundschaft verweist zudem auf Dialog, Kommunikation und Austausch, die den Wesenskern jeder Gruppenausstellung bestimmen. So bildet eine solche nicht nur eine von ‚aussen‘ bestimmte thematische Narration, sondern ist stets auch Versuch einer ‚freundschaftlichen Anordnung‘ eines im besten Fall debattierenden, in jedem Fall gemeinschaftlichen Nebeneinanders unterschiedlicher Stimmen.

Public Collection of Modern Art

Alexandra Pirici & Manuel Pelmuş

26.04.-01.05.2016

 

Das Projekt Public Collection of Modern Art von Alexandra Pirici & Manuel Pelmuş ist während einer Woche zu Gast in der Ausstellung Unruly Relations und steht in losem Zusammenhang mit dem Thema der Freundschaft. Public Collection of Modern Art befasst sich mit der Rolle des öffentlichen Museums als Ort des Archivierens, Historisierens, Sammelns kultureller Güter und gesellschaftlicher Reflexion. Zu den Eckpfeilern einer Konzeption des modernen Museums gehört die Idee einer materiellen Sammlung, die in der Arbeit von Pirici und Pelmuş kritisch befragt wird. Public Collection of Modern Art ist eine (Wieder-) Aufführung und damit Aktualisierung von sowohl ikonischen wie auch vergessenen Werken und Schlüsselmomenten aus der Kunstgeschichte der Moderne. Diese werden mit dem Einsatz der voneinander im wortwörtlichen Sinne abhängigen Körper der Akteure dargestellt. Der Zusammenhang zwischen Kunstgeschichte, materiellen Gütern und dem Museum wird auf den Prüfstand gestellt.

Public Collection of Modern Art ist eine über fünf Tage während den Museumsöffnungszeiten durchgängig performte Aktion und bildet für diese Zeit eine ‚immaterielle Sammlung‘ ohne Anfang und Ende, die der Zuschauer jederzeit betreten und wieder verlassen kann. Public Collection of Modern Art bildet den Auftakt für eine Serie von Ausstellungen und Installationen, die Werke aus der Sammlung des Glarner Kunstvereins einbeziehen und sich mit der Aktualisierung von Kunstgeschichte sowie konkreten Möglichkeiten der Präsentation der Sammlung befassen.

Public Collection of Modern Art war 2014 im Van Abbemuseum in Eindhoven sowie 2015 im Rahmen von 60 Jahre Documenta im documenta Archiv der Stadt Kassel zu sehen.

Kommende Veranstaltungen

Freitag 29.04.2016, 19 Uhr
Performances Selina Grüter & Michèle Graf und Ramaya Tegegne

 

Öffentliche Führungen

Donnerstag 03.03.2016, 17 Uhr mit Kathrin Bentele, Kuratorische Assistenz

Donnerstag 28.04.2016, 17 Uhr mit Judith Welter, Direktorin

 

Vermittlung

Sonntag 13. März, 14-15.30 Uhr Kunst-Geschichten für Familien und Erwachsene
mit Iris Brugger

Mittwoch 30. März, 14-16.30 Uhr Kunst-Geschichten für Kinder
mit Iris Brugger

Mittwoch 27. April, 14-16.30 Uhr Kunst-Geschichten-Spezial:
Sammlung verkörpern.  Offener Nachmittag für alle, die Kunst einmal nicht nur mit den Augen erleben wollen.
mit Ursula Helg

Samstag 30. April, 14-16.30 Uhr Kunst-Geschichten-Spezial:
Sammlung verkörpern.  Offener Nachmittag für alle, die Kunst einmal nicht nur mit den Augen erleben wollen.
mit Ursula Helg

Neue Website und Gestaltung

Das Kunsthaus Glarus erhält ab Ende Januar 2016 eine neue Webseite und Gestaltung. Besuchen Sie unsere Webseite: www.kunsthausglarus.ch

Glarner Kunstverein

Der 1870 gegründete Glarner Kunstverein ist Träger des Kunsthaus Glarus und versteht sich als Kunstvermittler. Mit seiner Tätigkeit will er dem interessierten Publikum Kunst – insbesondere die zeitgenössische – näherbringen und das Kunstschaffen im Kanton Glarus fördern. Ein weiteres Ziel des Kunstvereins ist es, das für den Kanton Glarus bedeutende Erbe bildender Kunst zu pflegen, seine Kunstsammlungen zu unterhalten und zu erweitern.

Der Glarner Kunstverein ist auf die Unterstützung von Mitgliedern angewiesen. Finanziell tragen Mitglieder zum Bestehen des Betriebs und zum Jahresprogramm des Kunsthaus Glarus bei.

Mit einer Mitgliedschaft  profitieren Sie von Vorzügen: Mitglieder haben freien Eintritt zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen und die Möglichkeit, an speziell organisierten Anlässen und Ausflügen teilzunehmen. Mitglieder erhalten zudem Editionen zu Vorzugspreisen und werden stets über das laufende Programm des Kunsthaus Glarus informiert. Werden Sie Mitglied des Glarner Kunstvereins. Weitere Informationen unter www.kunsthausglarus.ch