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Schweizerischer Kunstverein
Kunsthaus Baselland
Sarah Oppenheimer, 33-D, Ausstellungsansicht Kunsthaus Baselland, 2014 Foto: Serge Hasenböhler
Thomas Hauri, Ausstellungsansicht Kunsthaus Baselland, 2016. Foto: Serge Hasenböhler

Das Kunsthaus Baselland gehört zu den führenden Ausstellungshäusern für regionale, nationale und internationale zeitgenössische Kunst in der Region Basel. Seit 1998 bietet das ehemalige Fabrikgebäude auf über 1’500 qm Künstlerinnen und Künstlern Ort und Plattform für künstlerische Auseinandersetzungen im Rahmen von Einzel-, Gruppen- oder thematischen Ausstellungen. Jungen wie auch bereits renommierten Künstlerinnen und Künstlern wird die Möglichkeit zu Teil, ihr Werk neuartig zu präsentieren. Teilweise realisiert das Kunsthaus Baselland erste institutionelle Auftritte, Neuproduktionen, begleitende Kataloge oder auch Monografien sowie internationale Ausstellungskooperationen. Das Haus versteht sich als Ort, um aktuelle Fragen an die Kunst und ihre Präsentationsformen zu stellen. Die vorhandene Raumstruktur ist daher oft eng mit den Ausstellungen der Künstler und Künstlerinnen verbunden.

Das regionale Kunstgeschehen wird im Rahmen des international und überregional orientierten Ausstellungsprogramms ebenso berücksichtigt wie dessen Einbettung in internationale Diskurse. Das Kunsthaus Baselland nimmt als öffentliche Institution seinen Bildungsauftrag wahr und bietet zusammen mit seiner Ausstellungstätigkeit verstärkt ein fundiertes Vermittlungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, das konsequent auf- und ausgebaut wird. Das Kunsthaus soll für die Besucher ein Ort sein, an dem man vielfältige Entdeckungen machen kann. Es ist ein grosses Anliegen, kontinuierlich die Zugänglichkeit und Offenheit dieses Ortes für unterschiedliche Gruppen zu stärken.

Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm neben Publikationen durch Vorträge und Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern, Kulturschaffenden sowie Persönlichkeiten aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Bildung. Dies ist auch Dank der Nähe und des Austauschs mit den benachbarten sowie international agierenden Hochschulen und Akademien möglich.

http://www.kunsthausbaselland.ch

Aktuelle Ausstellungen

Bruno Jakob, Untitled Basel 1983, Invisible Paintings / 33 Years Still Collecting, Foto: Marlene McCarty
Edit Oderbolz, Now Rain, Now Sun. 2016. Foto: zVg

Bruno Jakob und Edit Oderbolz

31. August bis 6. November 2016
Eröffnung: Dienstag, 30. August 18 Uhr

 

Bruno Jakob ist einem breiten Publikum vor allem durch seine Teilnahme an der Biennale in Venedig 2011 sowie durch zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland bekannt. Seine Handschrift entwickelte Jakob durch seinen spezifischen Umgang mit Malerei und Zeichnung, bei denen er Energien, innere und durch Fotografie oder Zeichnung geschaffene Bilder – meist mit Pinsel und Wasser – in einem performativen Akt auf unterschiedliche Bildträger bringt. Der 1954 in Jegenstorf geborene Künstler, der seit 1983 vornehmlich in New York lebt, realisiert im Kunsthaus eine Einzelausstellung, die – trotz grosser Werkverluste in den letzten Jahren – erstmals einen umfangreichen Einblick in sein faszinierendes Werk ermöglicht.

http://kunsthausbaselland.ch/events/bruno-jakob/

 

Edit Oderbolz (*1966, Stein am Rhein; lebt und arbeitet in Basel) beschäftigt sich in ihren meist dreidimensionalen Werken intensiv und konsequent mit verschiedenen Lesarten von Raum und Material. Mit unterschiedlichen Ansätzen werden diese beiden Themen immer wieder neu befragt, ausgelotet und verhandelt. Für ihre Einzelausstellung im Kunsthaus Baselland, die in Kooperation mit dem Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft entsteht, zeigt Oderbolz neue, grossformatige Werke, die sich auf eindrückliche Weise mit der vorhandenen Raumarchitektur des Kunsthaus Baselland verbinden und diese auch thematisieren. Die von Oderbolz gewählten Elemente changieren oft zwischen Stabilität und Flüchtigkeit und haben einen starken Einfluss auf die körperliche und mentale Raumerfahrung der Betrachter/innen.

http://kunsthausbaselland.ch/events/edit-oberbolz/

Matthias Huber. Foto: Michael Isler

Matthias Huber
Jahresaussenprojekt 2016

6. März bis 31. Dezember 2016

Seit 2014 ermöglicht das Kunsthaus Baselland einmal im Jahr einer Künstlerin/einem Künstler aus der Region die Möglichkeit, den grossen Aussenbanner zur St. Jakob-Strasse für die Dauer von 12 Monaten zu bespielen. Im Jahr 2014 machte die in Basel und Wien lebende Künstlerin Bianca Pedrina mit „Cloud Atlas“ den Auftakt. Kilian Rüthemann realisierte 2015 unter dem Titel „Run“ gleich zwei Arbeiten und bezog neben dem Banner auch den Vorplatz des Kunsthauses mit ein. 2016 nun ist der in Basel lebende Künstler Matthias Huber bis Ende Dezember mit seinem Projekt präsent.

Matthias Huber beschäftigt sich seit Längerem in seinem Werk konsequent mit Fragen der Bildfindung, aber auch des Sammelns und Ordnens von Bildern oder Bildarchiven. Vielfach münden seine Sammlungen – meist Fundstücke in Papierform – neu geordnet u.a. in Publikationen, die er veröffentlicht. Sein Interesse für Sammlungen schlägt sich aber auch in seiner Malerei nieder. Malen ist für ihn auch ein Anlegen eines vielschichtigen Bild-, Formen- und Farbarchivs, das der Künstler konsequent über den Verlauf von Zeit weiterentwickelt.

Matthias Huber äussert sich zu seinem Jahresprojekt für das  Kunsthaus Baselland: „‹Anstelle von «Gelb» muss es richtig heissen «Schwarz»› ist der originale Wortlaut eines Erratums, das ich in einem Kunstband entdeckt habe. Ich sammle diese Berichtigungen aus Büchern und Magazinen schon seit einigen Jahren. Der Satz hat aus mehreren Gründen meine Aufmerksamkeit erregt. Er weist ganz sachlich auf eine groteske Farbverwechslung hin und mutet gleichzeitig eigenartig hölzern-poetisch an. Er kratzt ganz unbedacht am populären «Schwarz/Weiss»-Sinnbild, indem er für das sonst übliche «Weiss» willkürlich das farbige Pendant «Gelb» wählt. Die Satzstellung ist mit dem vor das Substantiv gesetzten Verb dann noch so angelegt, dass jeglicher Irrtum möglichst vermieden werden soll. (…) Der Banner des Kunsthaus Baselland bildet in der Nachbarschaft einen Sonderfall, der sich das Privileg herausnimmt, den werbestrategisch wertvollen Standort explizit nicht werberisch nutzen zu müssen. Das war für die Herangehensweise an die Aufgabe und die Arbeit am Banner ein wichtiger Ausgangspunkt. ‹Anstelle von «Gelb» muss es richtig heissen «Schwarz»› verstehe ich auch als einen selbstverständlichen, und sachlichen Beitrag an die Umgebung von Seiten der Kunst. Das Projekt bietet eine Information an, die für den Alltag unpraktikabel ist. Der Satz ist nicht aus einem praktisch-ökonomischen Zweck heraus an diesen Ort gelangt. Ich sehe seine Rolle – wenn überhaupt – darin, die Suche nach einem Zweck anzustossen.“

http://kunsthausbaselland.ch/events/matthias-huber/

Regionale 16, Andreas Schneider, Ausstellungsansicht Kunsthaus Baselland, 2015. Foto: Serge Hasenböhler

Regionale 17

27. November 2016 bis 8. Januar 2017
Eröffnung: Samstag, 26. November 18 Uhr

Die Regionale bietet Künstlerinnen und Künstlern aus dem Dreiländereck die Möglichkeit, sich in einem der 19 beteiligten Institutionen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz im Rahmen einer Gruppenausstellung vorzustellen. Aus rund 600 Dossiers, die jedes Jahr im Sommer zentral eingehen, können die registrierten Künstlerinnen und Künstlern zur Regionale ausgewählt und eingeladen werden.

Dem Kunsthaus Baselland ist daran gelegen, eine repräsentative Auswahl an Künstler/innen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz zu treffen, die teilweise auch neue Werke vor Ort realisieren.

http://kunsthausbaselland.ch/events/regionale-17/

Spezielle Veranstaltungen

Kunsthaus Baselland 2015. Foto: zVg

Book Launch im Kunsthaus Baselland

Mittwoch, 5. Oktober, 18.30 Uhr: Präsentation des Ausstellungskatalogs von Christiane Löhr, die soeben im Kunsthaus Baselland eine Einzelausstellung hatte.

Mittwoch, 12. Oktober, 18.30 Uhr: Book Launch und Artist Talk mit der Künstlerin Edit Oderbolz und Ines Goldbach.

Donnerstag, 20. Oktober, 18.30 Uhr: Performance mit Bruno Jakob und Hans Witschi sowie Book Launch

Geo-Daten Kanton Basel-Stadt

Podiumsgespräch:
Standort Dreispitz. Vision, Chancen, Vorhaben
.
Mittwoch, 14. September um 18 Uhr

Das Dreispitz-Areal, für das Herzog & de Meuron vor vielen Jahren den Masterplan entwickelt haben, gehört heute nicht nur städtebaulich zu einem höchst spannenden Gebiet. Eine neue Stadt entsteht. Die Fachhochschule Nordwestschweiz. Hochschule für Gestaltung und Kunst hat ihren Sitz hierher an den Freilagerplatz verlegt, gleich neben dem Haus für elektronische Künste, dem Atelier Mondial, dem Helsinki Dreispitz von Herzog & de Meuron mit dem Jacques Herzog und Pierre de Meuron Kabinett (Stiftung), dem Radio X usw. – alles unweit vom Schaulager und alles dies auf dem Boden des Kantons Basel-Landschaft. Nachdem bereits 2014 die ersten Bewohner des Quartiers im Helsinki Dreispitz eingezogen sind, werden in Kürze die ersten Wohnungen in dem imposanten Transitlager des Architekturbüros BIG Bjarke Ingels Group vermietet werden. Welche Chancen das Dreispitz für Basel-Stadt und Basel-Landschaft, die Region und auch weit darüber hinaus bietet und warum wir eben in diesem Umfeld das neue Kunsthaus Baselland von Buchner Bründler Architekten verortet sehen möchten, soll an diesem Abend diskutiert und aufgezeigt werden.

Mit
Andreas Bründler, Buchner Bründler Architekten Basel
Ines Goldbach, Direktorin Kunsthaus Baselland
Jacques Herzog, Herzog & de Meuron Basel

Moderation: Matthias Zehnder, Basler Publizist und Autor
Begrüssung: Anthony Vischer, Präsident Kunstverein Baselland
17.30 Uhr: Türöffnung Dreispitzhalle, Helsinkistrasse 5, 4142 Münchenstein; Beginn 18 - ca. 19 Uhr.

Kunstverein Baselland

Trägerschaft des Kunsthauses Baselland ist der Kunstverein Baselland. In den 1930er-Jahren begann im Kanton Baselland eine systematische, institutionelle Kunstförderung, die mit der Gründung des kantonalen Kunstkredits ihren Anfang nahm. Des­sen Kommission organisierte im Zwei– bis Drei-Jahresrhythmus Kunst­ausstellungen; auch wurden Bilder und Graphiken angekauft, eine staatliche Samm­lung basellandschaftlicher Kunst begann zu wachsen. In der Folge kam es 1944 zur Gründung der privaten Baselland­schaftlichen Kunstvereinigung, dem heutigen Kunstverein Baselland. Durch Ausstellungen und Ankäufe sollte explizit einheimi­sches Schaffen gefördert werden. Während Jahr­zehnten veranstaltete der Kunstverein im Schloss Ebenrain, das der Kanton 1952 ankaufte, Ausstel­lungen von Baselbieter Künstlern und Künstlerinnen. Mangels eigener Ausstellungsräume musste der Verein für die Ausstellungen auch auf leerstehende Fabriken, Geschäftsliegen­schaf­ten, Schulhäuser oder Tramdepots ausweichen. Im Juni 1997 ging mit dem Kauf eines ehemaligen Fabrikgebäudes an der St. Jakob-Strasse 170 in Muttenz der lang gehegte Wunsch nach einem eigenen Ausstellungshaus in Erfüllung. Mit dem Erwerb des Gewerbebaus, der unmittelbar auf der Kantonsgrenze von Basel-Stadt und Basel-Landschaft liegt, wurde das Kunsthaus Baselland in seiner heutigen Erscheinungsform mit ca. 1’500 m2 Ausstellungsfläche eröffnet.

Kunstverein Baselland