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Schweizerischer Kunstverein
Kunsthalle Basel

Die Kunsthalle Basel ist ein Ort, an dem zeitgenössische Kunst ausgestellt, diskutiert und reflektiert wird, und dies schon seit ihrer Gründung 1872. Als eine der ersten und aktivsten Institutionen in der Region, die internationale und Schweizer Kunst der Gegenwart zeigt, ist die Kunsthalle Basel insbesondere für ihr tiefgreifendes Engagement für aufstrebende Künstlerinnen und Künstler bekannt. Dies mit der Absicht, anregende künstlerische Praktiken und mutige Ausstellungen einer interessierten Öffentlichkeit jeden Alters zu präsentieren. Mit bis zu zehn Ausstellungen pro Jahr, oft mit neuen Produktionen und begleitet von Künstlergesprächen, Performances und Filmvorführungen, ist die Kunsthalle Basel der Treffpunkt für die Betrachtung von und Debatten über zeitgenössische Kunst.
www.kunsthallebasel.ch

Aktuelle Ausstellungen

Vincent Meessen / Thela Tendu, Installationsansicht Patterns for (Re)cognition, Kunsthalle Basel, 2015. Photo: Philipp Hänger

Vincent Meessen, Thela Tendu: Patterns for (Re)cognition
13.
Februar – 25. Mai 2015

Patterns for (Re)cognition ist die bislang umfassendste Ausstellung – und die erste Ausstellung in der Schweiz – des belgischen Künstlers Vincent Meessen, der Belgien auf der diesjährigen Venedig Biennale vertritt. Meessens zumeist kollaboratives und recherchebasiertes Werk untersucht die Leerstellen der Geschichtsschreibung, vor allem des Kolonialismus. In der Kunsthalle Basel präsentiert Meessen mehrere neue modulare Skulpturen; eine Serie an gefundenen 16-mm-Filmfragmenten; eine neue Soundarbeit; rituelle Objekte vom Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem Königreich der Kuba; sowie gefaltete Papierarbeiten. Diese Objekte dienen als visueller und konzeptueller Hintergrund für eine Auswahl von Gemälden aus den 1930er Jahren des kaum bekannten kongolesischen Malers Thela Tendu.
Tendus künstlerisches Werk umfasst geometrische Abstraktionen, Volksmärchenillustrationen und figurative Gemälde, die seine Tierkosmologie sowie das Zusammentreffen mit der kolonialen Moderne im alltäglichen Leben darstellen. Wegbereitend für die moderne Kunst im Kongo, ist sein Oeuvre ein bemerkenswertes Beispiel für die Entwicklung der Abstraktion in der afrikanischen Kunst, parallel zu – jedoch ohne Kenntnis – ihrer Verbreitung in der westlichen Moderne.

Mark Leckey, Installationsansicht UniAddDumThs, Detail von: Kopie von Louise Bourgeois' NATURE STUDY (1984), 2014, und Wandmalerei: Kopie des Riesen von Cerne Abbas, Cerne Abbas, Ersterwähnung 17. Jh.; Kunsthalle Basel, 2015. Photo: Philipp Hänger

Mark Leckey: UniAddDumThs
6. März – 31. Mai 2015

Die Ausstellung UniAddDumThs ist eine neue Installation von Mark Leckey, welche auf mehrdeutige wie auch anregende Art eine vom Künstler kuratierte Ausstellung als auch ein von ihm autorisiertes Kunstwerk ist. Der Ursprung dieses über viele Jahre entstandenen Projekts liegt in einer Ausstellung, die der britische Künstler 2013 kuratierte. Sie basierte auf den Inhalten von Leckeys Computerfestplatte, auf der Digitalbilder von archaischen Exotika, Kunstwerken und visionären Maschinen gespeichert waren, die Leckey aus dem Internet zusammengetragen und in Ordner namens «Mensch», «Maschine» und «Tier» (sowie «Monster», dem Künstler zufolge eine Untergruppe von «Mensch») einsortiert hatte – seinem eigentümlichen und persönlichen Klassifikationssystem der Welt folgend. In der Kunsthalle Basel präsentiert Leckey nun eine «Ersatz»-Version dieser Schau, die hauptsächlich aus Kopien besteht – von im 3D-Druckverfahren hergestellten Objekten über zweidimensionale Pappaufsteller bis zu fotografischen Reproduktionen und anderen Nachbildungen der ursprünglichen Objekte.


Finissage mit LP Release und Screening: Sa/So 30./31. Mai 2015

Zur Finissage von Mark Leckey's Ausstellung UniAddDumThs feiern die Kunsthalle Basel und das Haus der elektronischen Künste (HeK) am Samstag 30. Mai mit dem Berliner Label PAN das Erscheinen der LP Hecker Leckey Sound Voice Chimera. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr mit einem Gespräch und Apéro, in Anwesenheit von Florian Hecker und Bill Kouligas (PAN) in der Kunsthalle Basel, gefolgt von der Live-performance von Hecker und Kouligas im HeK um 21 Uhr. Am Sonntag 31. Mai um 18 Uhr, im Rahmen des Filmfests Bildrausch im kult.kino Atelier in Basel, präsentiert die Kunsthalle Basel zwei Videoarbeiten von Mark Leckey. Einerseits die Arbeit Fiorucci Made Me Hardcore (1999), welche mittlerweile Kultstatus erlangt hat, und andererseits eine exklusive Vorversion von Leckeys neustem Werk MyAlbum: A Rough-Demo Video, welches im Oktober 2015 in London prämiert wird.

Nevin Aladag, Marsch, Rückwand der Kunsthalle Basel, 2014. Photo: Serge Hasenböhler

Nevin Aladag: Marsch
15. Juni 2014 – 21. Juni 2015

Für die Rückwand der Kunsthalle Basel konzipierte Nevin Aladag die Installation Marsch. Die Wand dient als übergrosses Notenblatt, das die ersten Takte des Rondo alla Turca von Wolfgang Amadeus Mozart zeigt. Mozart komponierte das Allegretto «im türkischen Stil» 1783/84 als letzten Satz der Sonate Nr. 11 A-Dur (KV 331). Darin kommen musikalische Motive vor, die «türkische» Perkussionsinstrumente imitieren, wie sie in der als «Janitscharenmusik» bezeichneten osmanischen Militärmusik verwendet wurden. Diese Musik und ihre Instrumente waren durch die Kriegszüge der osmanischen Armee in Europa, besonders in Österreich bekannt geworden. Das Rondo alla Turca stellt eines der bekanntesten musikalischen Beispiele des Orientalismus in der westeuropäischen klassischen Musik dar, das einem allgemeinen Interesse an der als exotisch wahrgenommenen Kultur des Osmanischen Reiches entspringt.

Kommende Ausstellungen

Anicka Yi, Installationsansicht von Death, Cleveland Museum of Art, 2014

Anicka Yi: 7,070,430K of Digital Spit
12. Juni – 16. August 2015

Verderbliche Substanzen, ob frittierte Blumen oder abgelaufenes Milchpulver, Kartoffelchips oder die Absonderungen von Schnecken, gehören zu den bevorzugten Materialien der in Korea geborenen Künstlerin Anicka Yi (*1971). Die Ausstellung 7,070,430K of Digital Spit schaut zurück auf verschiedene Aspekte und Schritte der letzten Jahre im Leben der Künstlerin, ihrer künstlerischen Praxis als auch ihrer bisherigen Ausstellungstätigkeit. Bewusst markiert dieses gänzlich neue Projekt, welches für das gesamte Erdgeschoss der Kunsthalle Basel geplant ist, einen Abschluss ihres Werdegangs der vergangenen fünf Jahre, mit Ausstellungen im MIT Visual Arts Center in Cambridge, The Kitchen in New York, und dem Cleveland Museum of Art, sowie einigen zusätzlichen Ausstellungen in Galerien. Diese vergangenen Projekte haben sich jeweils mit sehr persönlichen Themen wie Ablehnung (Denial), Scheidung (Divorce) und Tod (Death) befasst. Yi geht nun das Thema des Vergessens an, indem sie neue Arbeiten schafft, welche sowohl auf vergangene Produktionen verweisen wie auch ortspezifisch sind, u.a. durch den von ihr für die Ausstellung kreierten «Duft des Vergessens».
Vernissage: Donnerstag 11. Juni 2015 ab 19 Uhr

Vincent Fecteau, Ohne Titel, 2012

Vincent Fecteau: You Have Did the Right Thing When You Put That Skylight In
18. Juni – 23.
August 2015

Vincent Fecteau (*1969) hat im Laufe der letzten zwanzig Jahre eine ausgesprochen eigenständige Ästhetik geschaffen, die einfache Materialien (Eisstiele, Champagnerkorken, Faden und Ähnliches), akkurates Handwerk und eine ausgefallene Formensprache miteinander verbindet. Seine Skulpturen, die mal schräg, erotisch, ausserirdisch oder barock und bisweilen auf paradoxe Weise all dies zusammen sind, entstehen in kleinen, langsamen Schritten der Anhäufung, bei denen die Schichtungen und die Texturen ebenso wie die Spuren der manuellen Bearbeitung alle sichtbar bleiben. You Have Did the Right Thing When You Put That Skylight In zeigt erstmals eine ganze Serie an neuen Arbeiten. Dies ist insofern schon sehr aussergewöhnlich, weil der in San Francisco lebende Fecteau sehr entschleunigt arbeitet, nur ganz wenige Werke pro Jahr schafft und bewusst nur wenige institutionelle Ausstellungen macht. Die neuen Werke (über ein Duzend) bezeugen eine Rückkehr zu den Ursprüngen seines Schaffens (Collage) sowie eine grundlegende Neuausrichtung und werden in der Kunsthalle Basel älteren Arbeiten der letzten 15 Jahren gegenübergestellt. Die Ausstellung stellt die bis dato umfassendste Werkschau seines Schaffens dar.
Vernissage: Mittwoch 17. Juni 2015 ab 19 Uhr

Vermittlung

Ausgehend von den inhaltlichen Schwerpunkten jeder Ausstellung entwickelt die Kunsthalle Basel ein spezifisches Vermittlungsangebot für unterschiedliche Interessens- und Altersgruppen. Neben öffentlichen und privaten Führungen für Erwachsene soll vor allem durch partizipative und diskursive Methoden Gegenwartskunst einem jungen Publikum näher gebracht und ein individueller Zugang zu den künstlerischen Arbeiten ermöglicht werden.
So entstand unter anderem auch Lautstark 7 – Copy Paste, eine Audioführung zur Ausstellung UniAddDumThs von Mark Leckey. Der Audioguide nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine hörbare Entdeckungsreise durch das Universum des Künstlers und eignet sich für Erwachsene sowie für Schülerinnen und Schüler im Alter ab 14 Jahren.

Mitglied werden

Der Basler Kunstverein als privater Träger des Ausstellungshauses Kunsthalle Basel ist ein gemeinnütziger Verein bei dem jeder Mitglied werden kann. Mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie nicht nur das Programm der Kunsthalle Basel, sondern kommen auch in den Genuss spezieller Privilegien. Mitglieder haben freien Eintritt zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen, erhalten Vergünstigungen auf Publikationen der Kunsthalle Basel und haben zudem die Möglichkeit an speziell organisierten jährlichen Ausflügen teilzunehmen.

Kontakt

Kunsthalle Basel
Steinenberg 7
CH-4051 Basel
T +41 61 206 99 00
F +41 61 206 99 19
info(at)kunsthallebasel.ch
www.kunsthallebasel.ch
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Headerbild:
Mark Leckey, Installationsansicht UniAddDumThs; Detail von «Tier», Kunsthalle Basel, 2015. Photo: Philipp Hänger