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Schweizerischer Kunstverein
Bündner Kunstmuseum Chur

Mit der renovierten Villa Planta und dem Neubau der Architekten Barozzi Veiga hat das Bündner Kunstmuseum neue Möglichkeiten, sich als Hort einer grossartigen Sammlung zu präsentieren und damit seinen Ruf als national bedeutendes Kunstmuseum zu festigen. Seit Juni 2016 können nun erstmals repräsentative Teile der einzigartigen Sammlung permanent gezeigt werden. Die verschiedenen Raumqualitäten in der denkmalgeschützen Villa und dem unterirdisch mit der Villa Planta verbundenen Neubau tragen zudem zum besonderen Kunsterlebnis bei.

Die Sammlung

Das Bündner Kunstmuseum Chur blickt auf eine über 100-jährige fokussierte Sammlungstätigkeit zurück. Mit zahlreichen Werken von Angelika Kauffmann, der Künstlerfamilie Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner und der Künstlergruppe «Rot-Blau», die alle einen engen Bezug zum Kanton Graubünden haben und heute kunstgeschichtlich bedeutend sind, wurde ein unverwechselbares Sammlungsprofil geschaffen. Im Bereich der Gegenwartskunst widerspiegelt die Sammlung aber auch die Vielfalt des zeitgenössischen Kunstschaffens. Durch die Erweiterung kann das Museum ein geschichtsträchtiges und zugleich ein Haus der Gegenwartskunst sein.

http://www.buendner-kunstmuseum.ch/de/Sammlung/Highlights/

 

Giovanni Giacometti, Sonniger Hang mit Ziegen und Schafen, 1900
©Bündner Kunstmuseum Chur
Angelika Kauffmann, Drei Sängerinnen, 1795
©Bündner Kunstmuseum Chur
Ernst Ludwig Kirchner, Selbstbildnis, 1934/37
©Bündner Kunstmuseum Chur

Aktuelle Ausstellungen

Anne Loch, AL 237, 1986
Privatbesitz
Anne Loch, AL 960, 2003
Privatbesitz

Anne Loch
Künstliche Paradiese
25.02. - 07.05.2017

Das Bündner Kunstmuseum Chur widmet der deutschen Künstlerin Anne Loch eine umfassende Retrospektive. Die einstmals vielbeachtete Malerin hatte sich in den 80er Jahren radikal aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Die Ausstellung "Künstliche Paradiese" zeigt nun erstmals das immense, in weiten Teilen unbekannte Werk der 2014 im Bergell verstorbenen Künstlerin.

Die 1946 in Minden geborene Künstlerin Anne Loch war nach ihrer Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf mehrere Jahre in Italien tätig. 1984-1988 lebte sie in Köln und fand als Malerin in einer Zeit des "Hungers nach Bildern" grosse Beachtung. Wichtige Galerien in Deutschland und der Schweiz haben sie vertreten und sie wurde mit ihren Landschaften und Stillleben im Kontext der neuen Malerei ("Farbe bekennen") und im Umfeld der "Romantik in der Kunst der Gegenwart" gut rezipiert.
1988 zog sich Anne Loch für 14 Jahre nach Thusis zurück und fand in Graubünden eine neue Wahlheimat. Der Rückzug war radikal sowohl gegenüber dem Kunstbetrieb wie auch der neuen Umgebung, in der man sie kaum zur Kenntnis nahm. Im Stillen hat sie hier unermüdlich gearbeitet und ein umfangreiches Werk geschaffen. Die Auseinandersetzung mit der Natur, das Bild der Landschaft in der Malerei, das künstliche Paradies in seiner ganzen zerbrechlichen Schönheit hat sie weiter beschäftigt.
2002 ging Anne Loch zurück nach Deutschland und lebte einige Jahre in Duisburg und Essen. Sie arbeitete weiter an Werkgruppen, die sie in der Schweiz begonnen hatte und schuf parallel dazu neue Arbeiten. 2013 zog sie wieder nach Graubünden, wo sie 2014 nach schwerer Krankheit im Bergell verstarb.

Andreas Walser, Skelett vor Berglandschaft, 1929
Privatsammlung
Andreas Walser, Nature morte – Statue à la fenêtre, 1929
Privatsammlung

Andreas Walser
Und jetzt – gehe ich
11.02. – 16.07.2017

Andreas Walser (1908 –1930) ist eine aussergewöhnliche Erscheinung in der Bündner Kunstwelt. Aufgewachsen als Pfarrerssohn in Chur, zog es den 20-jährigen Maler in die Kunstmetropole Paris. Er wollte nach eigenen Aussagen «ganz und gar französisch werden». In Paris fand er sehr schnell Anschluss, machte Bekanntschaft mit Pablo Picasso, Jean Cocteau, Klaus Mann, René Crevel, Maurice Tabard, Colette und anderen Persönlichkeiten aus der Kunst- und Literatenszene. Er arbeitete wie besessen, oft unter Drogeneinfluss, und konnte schon früh einige Werke in Ausstellungen zeigen und verkaufen. Es zog ihn aber auch immer wieder nach Graubünden, zu seinen Jugendfreunden und zu seinem Vorbild und väterlichen Freund Ernst Ludwig Kirchner. Im März 1930 verstarb Andreas Walser, noch nicht 22-jährig, unter ungeklärten Umständen in Paris.

Die mit der Musikerin Vera Kappeler konzipierte Ausstellung möchte neue Wege zu diesem Churer Künstler eröffnen. Das «Labor» des Bündner Kunstmuseums wird vom Bühnenbildner Duri Bischoff dezent umgestaltet und mit einfachen wie berührenden Installationen zu Andreas Walser’s Lebensstationen ausgestattet. Der Lichtdesigner Roger Stieger entwirft warme Lichtstimmungen für Ausstellung, Einlass und Anlass. In diesen «Kulissen» schaffen ausgewählte Musiker und Schauspieler zusammen mit dem Jungen Theater Graubünden (JTG) und SchülerInnen der Kantonsschule Chur speziell für die Ausstellung entwickelte Programme: Konzert, Performance, Tableau Vivant, poetische Lesung, Prozession, akustischer Drogenrausch…
Mutig, forschend, verstörend, innig, entrückt, exzessiv.

Ausblick

HANS DANUSER
DUNKELKAMMERN DER FOTOGRAFIE
03.06. - 20.08.2017

ESTER VONPLON
MANOR KUNSTPREIS CHUR
02.09. - 17.12.2017

NOT VITAL
RETROSPEKTIVE
09.09. - 19.11.2017

www.buendner-kunstmuseum.ch

Bündner Kunstverein

Der Bündner Kunstverein wurde 1900 gegründet. Er hat seinen Sitz in Chur und bildet eine Sektion des Schweizer Kunstvereins. Sein Ziel ist die Kunstpflege in der Stadt Chur und im Kanton Graubünden. Der Bündner Kunstverein gehört neben der öffentlichen Hand (Kanton Graubünden) und der Stiftung Bündner Kunstsammlung zur Trägerschaft des Kunstmuseums und stellt dessen Aufgabe in der Vermittlung von Kunst durch Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen sicher. Durch die erfreuliche Zahl von über 1500 Mitgliedern, die bereits dem Bündner Kunstverein angehören, fühlt sich das Bündner Kunstmuseum von der Bevölkerung mitgetragen und wird im Verfolgen seiner Ziele bestärkt.